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Bayerns Finanzminister Söder verteidigt Apple im Irland-Steuer-Fall

01.09.2016 | 10:26 Uhr |

In dem Steuerstreit zwischen Apple und der Europäischen Kommission schlägt sich Bayerns Finanzminister auf die Seite von Apple.

Markus Söder, der Finanzminister in Bayern, hat gegenüber der Süddeutschen Zeitung bekannt gegeben, dass Deutschland wohl von Apple keine Steuernachzahlungen verlangen wird. Diese Möglichkeit hat am Dienstag Margarethe Vestager, die Wettbewerbskommissarin der Europäischen Kommission anderen EU-Mitgliedsstaaten in Aussicht gestellt . Apple betreibt in Deutschland die Tochterfirma Apple GmbH , die für das Marketing zuständig ist. Den Hauptsitz hat die Firma in München, somit ist Bayern für die möglichen Steuernachzahlungen zuständig.

Das Bayerische Finanzministerium hat sich jedoch in einer Stellungnahme bereits ausgesprochen: "Nach derzeitigem Stand ist es unwahrscheinlich, dass Deutschland aufgrund der Entscheidung der EU-Kommission höhere Steuereinnahmen erhalten wird."

Eine weitere Tochterfirma betreibt Apple in Frankfurt – Apple Retail Germany B.V & Co. KG ist für den Betrieb der deutschen Apple Stores zuständig. Diese ist im letzten Jahr durch die Umwandlung der Firma Apple Retail Germany GmbH entstanden, der Rechtsform nach wird die neue Firma jedoch durch den Mutterkonzern in den Niederlanden Apple Holding B.V. betrieben.

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