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Beckstein will Killerspiele und Flatrate-Trinken verbieten

02.05.2007 | 09:28 Uhr |

Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) will Jugendliche besser schützen und Killerspiele auf Computern sowie Flatrate-Trinken von Jugendlichen in Gaststätten verbieten.

«In diesem Jahr sollten wir bundesweit zu einer Entscheidung kommen, diese Spiele zu verbieten - am besten über eine Ergänzung im Strafgesetzbuch», sagte Beckstein der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Mittwoch). «Wenn man über mehrere Stunden ständig in einer virtuellen Welt Gewalt ausübt, verringern sich die Hemmschwellen für die eigene Gewaltbereitschaft in der realen Welt», sagte Beckstein. In der vergangenen Woche hatten sich Union und SPD nach einer Experten-Anhörung einhellig gegen ein Verbot brutaler Computerspiele ausgesprochen. Für einen verstärkten Jugendschutz seien bessere Informationen für die Eltern und Fortbildungen für Pädagogen besser, hieß es. Beckstein, der im Herbst Edmund Stoiber (CSU) als bayerischer Ministerpräsident ablösen will, sprach sich außerdem für ein gesetzliches Vorgehen gegen das so genannte Flatrate-Trinken aus - den Ausschank unbegrenzter Mengen Alkohol zu einem Festpreis. «Ich bin dafür, das Gaststättenrecht aller Länder und gegebenenfalls auch das Jugendschutzgesetz zu verschärfen», sagte Beckstein der Zeitung. Gegen Wirte sollten bei Verstößen auch Bußgelder verhängt werden. (dpa)

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