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Behörde ermittelt gegen Apple Kanada

16.06.2015 | 13:26 Uhr |

Ermittler der Wettbewerbsbehörde gehen dem Verdacht nach, Apple habe zusammen mit Providern niedrigere Tarife für Smartphones verhindert.

Noch im letzten Dezember hat die Wettbewerbskommission in Kanada einen Antrag an das Landesgericht in Ottawa gestellt, Apple und diverse lokale Mobilfunk-Provider sollen ihre Unterlagen an die Kommission herausgeben. Zu prüfen ist, ob Apple seine Stellung im kanadischen Markt nicht dafür genutzt hat, bessere Bedingungen bei den lokalen Dienstleistern zu verhandeln und den Preisverfall bei den iPhone-Modellen aufzuhalten.

Im März hat Apple bereits 46.000 Dokumente an die Wettbewerbskommission übergeben, doch die Ermittler halten diese Daten für ungenügend. Mit der jüngsten Gerichtsentscheidung sind auch die Mobilfunk-Provider gezwungen, ihre Daten in Bezug auf die Verhandlungen mit Apple zu übergeben. Betroffen sind die lokalen Dienstleister wie Rodgers, Bell Mobility (Verizon), MTS und andere kleinere Provider. Sie müssen die Datensätze ab Anfang 2008 und bis heute an die Kommission liefern. Die Sprecherin der kanadischen Wettbewerbskommission Gabrielle Tessé sagte gegenüber der Financial Post : "Momentan können wir noch nicht schlussfolgern, dass Apple die Wettbewerbsrichtlinien verletzt hat. Deswegen ist keine Klage bei dem Kartellgericht ( Competition Tribulan of Canada ) eingereicht. Sollten wir aber genügend Beweise haben, werden wir mit der gerichtlichen Klage nicht zögern."

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