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"Bei Apple soll es auch künftig Rechner unter 2.000 Mark geben"

10.03.1999 | 00:00 Uhr |

Apple konnte seinen Absatz laut dem Marktforschungsinstitut Dataquest europaweit im letzten Quartal um 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal steigern. Auch Apple Deutschland hat mit 65 Prozent die zweithöchste Wachstumssteigerung unter allen PC-Herstellern erzielt. Im Home-Bereich lag das Wachstum mit 170 Prozent weit über dem Durchschnitt. Im Interview mit Macwelt, das in der heute im Einzelhandel erscheinenden Ausgabe 4/99 veröffentlicht wird, erklärt Peter Dewald, Geschäftsführer Apple Deutschland und Regional Manager Deutschland, Österreich und Schweiz, daß Apple damit deutlich schneller gewachsen sei als der restliche Markt. "Der Marktanteil ist zwar noch relativ gering, aber Apple hat zu den Konkurrenten aufgeschlossen."

Die Preissenkung beim iMac habe für die augenblicklich vorliegenden Zahlen noch keine große Rolle gespielt. Aber Apple wolle auch künftig Rechner im Preissegment unter 2.000 Mark anbieten. "Welche Produkte das sein werden, kann ich jetzt nicht sagen. Momentan ist es der iMac", so der Apple-Manager. Neben dem Preis spiele auch der Vertriebskanal eine bedeutende Rolle. So seien laut Dataquest über die etablierten Händlerkanäle rund 10.000 iMacs verkauft worden, berichtet Dewald gegenüber der Macwelt.

Der neue Apple Store Deutschland wird im kommenden Quartal Gegenstand erhöhter Aufmerksamkeit sein. Bisher hätten operative Erfahrungen im Vordergrund gestanden, weshalb diese Vertriebsschiene bisher nur verhalten kommuniziert worden sei, erklärt Dewald. "Die Händlermeinungen sind gemischt. Eine wesentliche Frage für Händler ist jedoch, wann sie die Build-to-order-Option bekommen. Voraussichtlich wird dies in der zweiten Jahreshälfte geschehen", äußert sich der Apple-Deutschland-Chef in der Macwelt.

Für die Positionierung des neuen Mac-OS X Server werde derzeit eine Infrastruktur aufgebaut, mit Hilfe derer der Server das in der Vergangenheit an andere Anbieter verlorene Terrain zurückgewinnen soll. "Wir sehen damit die Chance, auf professioneller Ebene mit einem Betriebssystem anzutreten, das deutlich überlegen ist", so Dewalds Hoffnung. Für Mac-OS X Server werde es im Bereich Support kompetente Händler und andere Partner geben.

Darüber hinaus plant Apple den iSwitch, einen Adapter, der das Problem der belegten Telefonleitung beim iMac-Modem lösen soll. Wichtig hierbei ist für den Deutschland-Chef, "daß es sich bei diesem Problem nicht um einen technischen Mangel des iMac handelt." Es werde eine für den deutschen Anwender praktikable Lösung entwickelt. ab

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