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Bei Werbemail nicht sofort klagen

08.11.2006 | 11:15 Uhr |

Erhält man unerwünschte Werbemails, kann man den Absender nicht in jedem Fall verklagen. Das legt ein aktuelles Gerichtsurteil nahe.

Geht aus einer E-Mail eindeutig hervor, das es sich um eine einmalige Info-Sendung handelt, kann man den Absender nicht wegen unerwünschter Werbung verklagen. Das hat das Amtsgericht Köln entschieden.

Um einen Absender von Werbemails zu verklagen, muss eine Wiederholungsgefahr vorliegen, so das Gericht. Gibt der Werbeabsender eine Unterlassungserklärung ab, ist diese Wiederholungsgefahr nicht gegeben, erläuterte Peter Muth von der Deutschen Anwaltshotline das Urteil. Die sofortige Einschaltung eines Rechtsanwaltes sei dann weder erforderlich noch angemessen, sagte Muth. Bevor man den Rechtsweg einschlage, sollte man zuerst den Absender per Antwort-Mail kontaktieren und dazu auffordern, die Werbung einzustellen.

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