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Benq verspricht neue Monitore ohne Flimmern

20.08.2013 | 13:27 Uhr |

Der taiwanische Hardware-Hersteller Benq stattet nach eigener Auskunft ab sofort sämtliche Monitore mit neuen Eye-Care-Features aus.

Unter dem Feature-Namen "Eye-Care " bündelt Benq neue Technologien und Zubehör, die ein besonders augenschonendes und angenehmeres Arbeiten mit Bildschirmen ermöglichen sollen. Die Modelle Benq BL2411PT , GW2760HS und XL2420T sind die ersten Displays, die mit den innovativen Eigenschaften nachgerüstet wurden und bereits im Handel erhältlich sind - weitere Modelle sollen in Kürze folgen.

Benq-Displays mit Eye-Care basieren dem Hersteller zufolge auf der sogenannten "Flimmerfrei-Technik". Die LED-Hintergrundbeleuchtung der Geräte passt sich den Veränderungen in der Helligkeit an. Beim Reduzieren der Helligkeit wird bei herkömmlichen Monitoren ein schnelles Flimmern erzeugt, da der integrierte Controller die Hintergrundbeleuchtung bis zu 200-mal pro Sekunde an- und wieder ausschaltet. Dieses extrem schnelle Schalten beziehungsweise Flimmern könne für das Auge des Betrachters ermüdend sein – gerade dann, wenn täglich mehrere Stunden mit dem Bildschirm gearbeitet wird. Benq-Monitore mit der Eye-Care-Technologie sollen flimmerfrei sein und Ermüdung sowie Augenbrennen vorbeugen.

Je nach Modell bieten Benq-Displays mit Eye-Care weitere technische Feinheiten, wie etwa den Senseye-Lesemodus für ein neues Lese-Erlebnis am Monitor, das der Darstellung einer Zeitungsseite sehr nahe kommen soll. Damit lassen sich Farbtemperatur, Helligkeit und Schärfe individuell einstellen. Ferner unterstütze der automatische Eye-Protect-Sensor beim BL2411PT den visuellen Komfort, indem er die Helligkeit des Bildschirms automatisch an das Umgebungslicht anpasst. Das matte Display sorgt demzufolge für blendfreies Arbeiten, selbst wenn der Monitor direkt in der Nähe einer Lichtquelle steht, verspricht der Anbieter weiter. Zudem sind alle Geräte mit den digitalen Anschlüssen HDMI- und DVI-D sowie den passenden Kabeln ausgestattet und ermöglichen somit verlustfreie Übertragung der Signale.

Info: Benq  

Kommentar von Macwelt-Redakteur Christian Möller:

Hier gibt es meiner Meinung nach Klarstellungsbedarf: Die so genannten gepulsten Backlights, die die Helligkeit über die Pulsbreite einstellen, gibt es erst seit einigen Jahren. Das erste Mal, dass mir so ein Display auf den Messtisch kam war im Jahre 2008. Es war ein 24-Zöller von Samsung . Vorher arbeiteten alle TFT-Monitore nicht mit gepulsten sondern mit (quasi anlog) geregelten Hintergrundbeleuchtungen. Diese Technik ist also nicht neu sondern wird nun wieder aus der Schublade geholt. Seitdem die Industrie immer mehr LED-Hintergrundbeleuchtungen einsetzt, nimmt die Anzahl der gepulsten Backlight zu, denn LEDs lassen sich wesentlich besser schnell ein- und auschalten als die klassischen CCFL-Röhren. Dennoch gibt es nach wie vor viele Monitor-Modelle, die mit geregeltem Backlight arbeiten, kurioserweise auch von Benq. Dies als besonderes Feature herauszustellen sieht nach einer reinen Marketing-Maßnahme aus.

Der erste Monitor mit gepulstem Backlight ist uns 2008 auf dem Messtisch gelandet. Es war ein Modell von Samsung. Deutlich erkennt man die Pulse, mit denen das Backlight ständig ein und ausgeschaltet wird.
Vergrößern Der erste Monitor mit gepulstem Backlight ist uns 2008 auf dem Messtisch gelandet. Es war ein Modell von Samsung. Deutlich erkennt man die Pulse, mit denen das Backlight ständig ein und ausgeschaltet wird.
Dieses Bild stammt von einem Benq-Monitor (GL2440) aus dem Jahre 2011. Bereits hier hat Benq ein geregeltes Backlight eingesetzt. Pulse erkennt man nicht.
Vergrößern Dieses Bild stammt von einem Benq-Monitor (GL2440) aus dem Jahre 2011. Bereits hier hat Benq ein geregeltes Backlight eingesetzt. Pulse erkennt man nicht.
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