983645

Bento final: Daten verwalten leicht gemacht

09.01.2008 | 09:29 Uhr |

Bento ist die Datenbank, die iWork fehlt - und nun in finaler Version zu haben. Nach einer zweimonatigen öffentlichen Betaphase ist es kurz vor der Macworld Expo soweit: Apple-Tochter Filemaker hat die Datenbank für den Heimeinsatz fertiggestellt, bislang allerdings nur in englischer Sprache. 140.000 Mal haben Mac-Anwender die Preview-Version seit Mitte November heruntergeladen. Die deutsche Version, teilt der Hersteller mit, folgt im März. Ein weiterer Blick auf die virtuelle Sushi-Box lohnt sich aber bereits heute auch für alle, die mit Datenbanken bislang nur wenig anzufangen wussten.

Bento 1.0 Symbol Preview
Vergrößern Bento 1.0 Symbol Preview

Bento will das sein, was Filemaker Pro nicht vermag: eine Datenbank, die auch der bedienen kann, der sich unter einer Datenbank nur wenig vorstellen mag. Dafür geht der Hersteller einen bestimmten, aber radikalen Weg: Er lässt all das weg, was den Anwender verwirren könnte und setzt konsequent aufs Wesentliche. Wer iTunes bedienen kann, der soll auch mit Bento auf Anhieb zurecht kommen. Drei Datenbanken zeigt die Anwendung beim ersten Start schon an: die Adressen aus dem Mac OS X-Adressbuch sowie Termine und Ereignisse aus iCal. So sich der persönliche Informationsmanager bereits von Anfang an gefüllt und Anwender müssen nicht alle Daten von Grund auf neu eingeben. Weitere Datensätze erstellen sie später schnell anhand von über 20 Vorlagen, vom Fotoverzeichnis über ein Dateiliste bis hin zur Ausgabenverwaltung. Eine Übersichtliche Oberfläche tut ihr Übriges: Intuitiv verschiebt man Datensätze per Drag-and-drop und legt auch relationale Verbindungen an - wiederum ohne wissen zu müssen, was das ist. Bento bietet 18 verschiedene Feldertypen, kann in einem Analysefeld Rechnungen ausführen und bietet eine komfortable Such- und eine umfassende Hilfefunktion - falls doch einmal etwas unklar bleibt. So leicht die Anwendung zu bedienen ist, so sehr mag sich mancher Anwender nach etwas Einarbeitungszeit wünschen, der Hersteller hätte ihr ein doch ein paar Funktionen mehr beschert. Seit der Betaversion sind kaum mehr Neuerungen hinzugekommen: Import und Export beschränken sich weiterhin auf das CSV-Format, die unveränderten Farbschemata für die Datenansicht mögen insbesondere für europäische Nutzer etwas angestaubt wirken. Auch würde man sich vielleicht wünschen, Fotos aus dem Adressbuch würden abgeglichen und man könne Templates einfach selbst erstellen und mit anderen Anwendern austauschen. Für die fortgeschrittenen Funktionen, so mag sich der Hersteller denken, ist am Ende eben Filemaker Pro da. Und für Termine und Eisenbahnsammlungen, fürs Führen eines Haushaltsbuches und die Verwaltung von Vereinsmitgliedern reichen Bentos Funktionen in den meisten Fällen in der Tat aus. Darüber hinaus ist der Preis der Anwendung ist recht bescheiden: 39 Euro will Filemaker für Bento haben, bis Ende Januar lässt sich die Betaversion zu Testzwecken zudem weiterhin kostenlos herunterladen und einsetzen. Ältere Katzen allerdings bleiben außen vor: Die Software, die eng mit neuen Techniken in Leopard verknüpft ist, setzt Mac OS X 10.5 zwingend voraus. Darüber hinaus entsprechen die Systemvoraussetzungen weitgehend denen des Betriebssystems.

0 Kommentare zu diesem Artikel
983645