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Berlin stärkt Telekom in USA den Rücken

28.09.2000 | 00:00 Uhr |

Die Bundesregierung versucht schriftlich, die anhaltenden Bedenken in den USA gegen die Voicestream-Übernahme durch die Deutsche Telekom zu zerstreuen. Der außenpolitische Kanzleramtsberater Michael Steiner soll nach Presseberichten vom Dienstag in einem Brief an US-Sicherheitsberater Samuel Berger den geplanten Abbau des Bundesanteiles an der Deutschen Telekom AG hervorgehoben haben. Hintergrund sind Bestrebungen von einigen US-Senatoren, die auf dem parlamentarischen Weg Telekom-Übernahmen durch ausländische Staatskonzerne verhindern wollen. Voicestream gilt als aussichtsreicher Mobilfunkanbieter.

Der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Thorsten Albig, bestätigte den seit langem feststehenden Kurs der Bundesregierung, sich schrittweise aus der Deutschen Telekom zurückzuziehen und den Anteil bis auf "Null" zu verringern. Meldungen, wonach nun ein schnellerer Rückzug geplant sei, wies Albig aber zurück. Nach Unternehmensangaben hält der Bund direkt noch 43 Prozent der Telekom- Anteile. Darüber hinaus sind 13 Prozent aus dem Bundesbesitz bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geparkt. Weiterer Aktionär ist France Telecom mit zwei Prozent. Der Rest befinde sich in Streubesitz zumeist ausländischer Anleger. dpa/ab

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