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Best Buy gegen - und Starbucks mit Apple

06.10.2006 | 13:08 Uhr |

Während die Handelskette Best Buy in den USA einen auf Rhapsody basierenden Downloaddienst eröffnet, verkauft die Kaffeehauskette Starbucks seine Sampler via iTunes Store

Starbucks Entertainment
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Starbucks verkauft Musik über iTunes

Die US-Kaffeehauskette Starbucks verkauft die für seine Läden als Hintergrundmusik produzierten Sampler "Hear Music Collections" ab sofort über den iTunes Store. Ken Lombard, Präsident von Starbucks Entertainment, freut sich über den neuen Vertriebsweg: "Viele unserer Gäste wollen unsere Musik auch auf ihren iPods hören. Das ist jetzt leichter denn je möglich." Der iTunes Store bietet die Starbucks Entertainment Area an, aus der Kunden von der Kaffeehauskette zusammengestellte Playlist finden und kaufen können.

Real Networks überarbeitet Rhapsody - Best Buy startet Musikdownloaddienst

Gegen Apple will sich die US-Handelskette Best Buy mit einem eigenen Musikdownloadservice positionieren, dabei erfährt das Unternehmen Unterstützung des Apple-Konkurrenten Real Networks. Der Hersteller der Multimediasoftware Real Player hat seinen digitalen Musikservice Rhapsody überarbeitet und in Version 4.0 herausgebracht. Der iTunes-Konkurrent kommt mit einer neuen Benutzeroberfläche und unterstützt für Rhapsody optimierte MP3-Player. Das überarbeitete Interface von Rhapsody, das nur mit Windows kompatibel ist, erinnert ein wenig an Apples iTunes, mit Wiedergabelisten in der linken Spalte und gerundeten Knöpfen im Aqua-Look. Ebenso an iTunes angelehnt sind dynamische Wiedergabelisten, die automatisch die beliebtesten Songs und Alben des Hörers aufnehmen. Neu sind zudem die Rhapsody-Channels, die Musik-Streams nach Künstler, Genre oder dem Geschmack des Anwenders zusammenfassen. Diese Channels lassen sich auch auf den MP3-Player übertragen. Als ersten Player, der speziell an die neuen Rhapsody-Funktionen angepasst ist, bringt Sandisk den Sansa e200R heraus. Der Flash basierte Player mit Farb-LCD ist in Kapazitäten von 2 GB bis 8 GB erhältlich.

Best Buy: Rhapsody 4.0 Plus

Auf Rhapsody 4.0 aufbauend schickt die US-Handleskette Best Buy ab dem 15. Oktober in den USA seinen digitalen Musikservice Best Buy Digital Music Store in den Wettbewerb mit Apples iTS und Microsofts kommenden Zune Marketplace. Musik ist wahlweise im Abo oder als Kauf-Download erhältlich. Einzelene Songs kosten die üblichen 99 Cent, die Musikflatrate mit unbegrnezten Zugang auf die Musikbibliothek kostet 15 US-Dollar im Monat. Zusammen mit dem Downloadservice vermarktet Best Buy die Sandisk-Player Sana e200R als für den Music Store optimierte MP3-Player. Laut der für Musik zuständigen Best-Buy-Vizepräsidentin Jennifer Schaidler will sich der Service der Handleskette von Rhapsody 4.0 durch exklusives Material bestimmter Künstler abheben, den Downloadservice will man zudem exakt für Best-Buy-Kunden zurechtschneiden.

Den Service von Best Buy sieht der Analyst Ted Schadler von Forrester Research keineswegs als Bedrohung für Apple. Anstatt dem iTunes Store Marktanteile abzugraben, werde der Best Buy Digital Music Store insgesamt den Markt für digitale Downloads vergrößern, erklärt Schadler in einem Interview mit Market Watch. Die Handelskette rüste sich für die Zukunft, in der Musik kaum noch auf CDs und statt dessen als Download verkauft werde. Schadler lobt zudem den integrierten Ansatz von Player und Downloaddeinst, den Apple seit jeher mit iPod + iTunes vorlebt und dem Microsfot mit Zune (Marketplace) und nun Best Buy, Real Networks und Sandisk folgen. Das von Microsoft ins Leben gerufene Gütesiegel " Plays for sure ", die Verbrauchern die Kompatibilität von Downloadservices und Playern erklären will, ist laut Schadler gescheitert. Die Verbraucher setzten mehr auf integrierte Lösungen

iTunes sieht Schadler weiterhin als unangefochtene Nummer Eins: "Ich möchte nicht sagen, iTunes habe den digitalen Musikmarkt geschlossen, aber sie sind sehr stark." Starbucks "Hear Music Collections" würden die Position des iTunes Store noch weiter stärken.

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