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Frenzapp empfiehlt Apps über Facebook

22.11.2010 | 07:04 Uhr |

Statt raffinierten Algorithmen wie Apples Genius oder beliebigen Umfragen wie die Konkurrenz setzt Frenzapp auf das Freunde-Netzwerk in Facebook und bequeme Bedienung von Favoriten-Listen.

Bei über 300.000 Apps im App Store wird es immer schwieriger, die Spreu vom Weizen zu trennen. Der Hersteller Bitsmedia will dabei nun helfen und hat Frenzapp , eine App auf Facebook-Basis entwickelt, die automatisch Informationen sammelt, welche Apps Freunde einsetzen und wie empfehlenswert sie diese bewerten.

Frenzapp setzt einige Strategien ein, um genug Empfehlungen und Informationen zu sammeln. Der größte Unterschied zu anderen Apps, die besser als Genius von Apple beraten wollen, ist der Ansatz, dass niemand manuell nach Apps suchen muss. Frenzapp kann automatisch die Informationen zusammentragen, welche Apps bevorzugt oder neu auf dem eigenen iPod, iPad oder iPod Touch eingesetzt werden und macht es einfach, Favoriten auf einer für den Kunden zugeschnittenen Liste zu markieren.

Positiv ist auch der Ansatz, dass hinter Frenzapp nicht ein weiteres soziales Netzwerk steht, für das der Kunde sich registrieren muss. Voraussetzung ist ausschließlich Facebook . Sobald ein Nutzer auf der Frenzapp-Liste seine Favoriten bestätigt, fragt Frenzapp um Erlaubnis, die Empfehlungen über die Facebook Pinwand des Anwenders an dessen Freunde weiterzugeben. So im Gegensatz zu ausgeklügelten Algorithmen in Apples Datenzentrum, auf denen die Beratung von Apple basiert, werden hier die Bewertungen der Freunde genutzt, die der Anwender letztendlich selbst gewählt hat.

In einem ersten Test bei den Kollegen der Macworld fiel richtig unangenehm auf, dass Frenzapp die erfolgreiche Installation auf dem mobilen Apple-Gerät auf der Facebook Pinwand veröffentlichte, ohne den Anwender zu fragen. Beim Erstellen der Favoriten-Listen hingegen wartete Frenzapp immer die ausdrückliche Erlaubnis ab.

Einige Entwickler äußerten sich kritisch, dass Frenzapp es überhaupt in den App Store geschafft hat - immerhin basiert der Erfolg der App auf dem automatischen Auswerten von Benutzerprofilen, welche App neu oder oft eingesetzt wird. Nachfragen beim Gründer von Bitsmedia Erwan Macé ergaben, dass er auf Nummer Sicher gesetzt hat. Zum Auffinden neuer Apps nutzt er den von Apple eingebauten Standard in iOS, mit dem zum Beispiel auch Air Sharing feststellt, ob Pages von Apples iWork Suite installiert ist und nachfragt, ob Dokumente mit geeignetem Format mit Pages geöffnet werden sollen. Der andere Trick ist das Ausnutzen von Apples Multitasking unter iOS , welche Apps zeitgleich am Laufen sind. Letzteres erklärt dann auch, warum Frenzapp nicht immer alle Apps, die installiert sind, automatisch auffinden kann.

Rumschnüffeln, wie viele Apps der Anwender insgesamt installiert hat, verstößt klar gegen Apples Sicherheitsrichtlinien zur Zulassung in den App Store. Frenzapp für iPhone, iPod Touch und iPad gibt es kostenlos im App Store für Facebook-Anwender und setzt den Einsatz von iOS 3.0 voraus.

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