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Besuchen Sie Europa: 1. Dezember

01.12.2006 | 00:00 Uhr |

24 Tage sind es noch bis Weihnachten, 24 Türchen hat unser Adventskalender und hinter jeder der Türchen finden wir einen unserer 24 Nachbarn in der EU. Zu Beginn unserer Europareise machen wir uns nach Westen auf.

Plenarsaal des EU-Parlaments in Straßburg. Foto: Cédric Puisney
Vergrößern Plenarsaal des EU-Parlaments in Straßburg. Foto: Cédric Puisney

Unsere Reise durch die 24 Nachbarländer der EU beginnen wir beim größten direkten Nachbarn, Frankreich. Wir überschreiten die Grenze bei Kehl und machen uns auf den Weg nach Straßburg, dem Standort des EU-Parlaments und weiterer Einrichtungen der Gemeinschaft wie dem Europarat oder dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Das polyglotte Straßburg, als Hauptstadt des Elsass nicht wirklich französisch und trotz mehrmaliger Besatzung durch den rechtsrheinischen Nachbarn auch nicht deutsch, ist der optimale Standort für das Parlament. In den nicht zuletzt von der europäischen Einigung gesicherten Friedenszeiten spricht Straßburg nicht nur elsässisch, deutsch und französisch. In der EU sind 20 Amtssprachen anerkannt, 2007 kommt mit Gälisch eine weitere hinzu.

Gälisch wird zur nächsten EU-Amtssprache, Walisisch noch nicht.
Vergrößern Gälisch wird zur nächsten EU-Amtssprache, Walisisch noch nicht.

Die Neumitglieder Rumänien und Bulgarien werden sich ebenso auf die EU-Grundsätze berufen, die es verbieten, Sprachen zu diskriminieren, womit die Anazahl der Amtssprachen auf 29 steigen wird. Weitere Sprachen werden in der EU benutzt: Russisch etwa ist zwar keine offizielle EU-Amtssprache, als zweite Amtssprache in den baltischen Staaten (und in Rumänien) aber bereits EU-Minderheitensprache . Davon gibt es dutzende, vom Albanischen über das Galizische und Kaschubisch bis hin zum Walisischen, das so wunderbar lange Ortsnamen wie
Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch
kennt und auch ansonsten recht einfach zu erlernen scheint.

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