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Besuchen Sie Europa: 17. Dezember

17.12.2006 | 00:00 Uhr |

Dänemark ist wie die Schweiz. Die Landesflagge: Ein weißes Kreuz auf rotem Grund. Die Landwirtschaft: Feinster Käse. Nur die Schokolade machen die Schweizer besser. Und die Berge sind in Dänemark nicht ganz so hoch.

Einmal um die ganze Welt: Website des Volvo Ocean race
Vergrößern Einmal um die ganze Welt: Website des Volvo Ocean race

Auf unserem Weg von Schweden nach Dänemark nutzen wir keine neumodischen Erfindungen wie die Brücke über den Öresund oder eines der Schnellboot von Malmö nach Kopenhagen, sondern das Segelschiff. Gestern hatten wir nach dem Volvo Ocean Race gefragt, der wohl härtesten Regatta der Welt. Alle vier Jahre machen sich 12-Mann-Crews auf, um die Welt zu umsegeln, vorbei an allen Kaps, die so blumige Namen tragen wie "Kap der Guten Hoffnung" oder "Kap Horn". Der America's Cup gilt hingegen als die Formel 1 des Segelsports, bei der nächsten Auflage 2007 muss der erste europäische Sieger, das schweizer Team der Allinghi, seinen Titel vor Valencia verteidigen. Und im Admirals Cup kämpfen in den ungeraden Jahren in der irischen See aus mehreren Booten verschiedener Klassen geformte Nationalteams um den Sieg. Der Admirals Cup hat jedoch an Bedeutung verloren, 2005 fiel er wegen mangelnden Interesses aus.

In Kopenhagen angekommen wollen wir einen Blick auf das Königsschloss werfen. Einst war der König von Dänemark auch Herrscher über Norwegen, wie wir gestern gelernt haben. Das Königshaus, angeführt von Margrethe II, hat heute nur noch repräsentative Aufgaben. Kronprinz Frederik war dem Beispiel des schwedischen Kollegen gefolgt und hatte sich von Olympischen Spielen die Gattin importiert, nur war Carl Gustav zu den 72-er-Spielen in München schon König.

In Tasmanien vom Aussterben bedroht, in Dänemark vor der Rettung?
Vergrößern In Tasmanien vom Aussterben bedroht, in Dänemark vor der Rettung?

Der Prinz von Dänemark hat in der Gegenwart keine Sorgen um Sein oder Nichtsein, nicht so wie die beiden possierlichen Nager, die das Prinzenpaar aus der tasmanischen Heimat der Prinzessin Mary geschenkt bekommen hat. Der tasmanische Teufel, ein in freier Wildbahn nur noch in Tasmanien vorkommendes Beuteltier, ist akut vom Aussterben bedroht. Eine rätselhafte Gesichtskrebserkrankung dezimiert immer mehr die Bestände. Wissenschaftler fürchten, dass dem Tasmansichen Teufel sein aggressives Revierverhalten zum Verhängnis wird: Die Beuteltiere kratzen und beißen sich vorwiegend in das Gesicht, der Virus, der so üble Wucherungen auslöst, dass die Tiere nicht mehr fressen können und elendiglich verhungern, wird bei den Kämpfen übertragen. Das im Königlichen Zoo von Kopenhagen untergebrachte Paar tasmanischer Teufel wird die Art nicht retten können, australische Tierschützer wollen aber versuchen, 17 noch gesunde Tiere aus Tasmanien in ein Reservat in Australien zu evakuieren. Wenn dann der Tasmanische Teufel ausgestorben sein wird, dürfte auch sein Killer, der ominöse Virus, nicht überleben, die Zeit für die Rückkehr wäre gekommen.

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