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Besuchen Sie Europa: 22. Dezember

22.12.2006 | 00:00 Uhr |

Nur noch wenige Tage lang gelten in Slowenien Tolar und Stotin, dann löst der Euro die noch junge Währung ab. Bis vor fünfzehn Jahren galt in der nördlichsten Teilrepublik Jugoslawiens noch der hochinflationäre Dinar als Zahlungsmittel.

draußen und drinnen - wagen und gewinnen
Vergrößern draußen und drinnen - wagen und gewinnen

Bochum war auf dieser vorweihnachtlichen reise schon einmal die falsche Antwort und Berlin ist zwar mit Prag und Budapest städtepartnerlich verbandelt, aber nicht mit Bratislava. Bremen soll aber auch ganz schön sein...

Reisen wir weiter, so viele Stationen sind es nicht. Wir könnten von Bratislava aus natürlich Donau abwärts reisen und uns dann nach Westen wenden, oder wir ziehen Donau aufwärts und überqueren dann die Alpen. Dann würden wir aber schon heute nach Ungarn oder Österreich gelangen, die stehen erst am Schluss unseres Programms. Nehmen wir also den Direktflug von Bratislava nach Ljubljana und hoffen, uns bei der Nennung des Reiseziels am Flughafen nicht die Zunge zu verknoten. Die slowenische Hauptstadt könnten wir freilich Laibach nennen, das erinnert aber nicht wenige Slowenen an das untergegangene Kaiserreich der Habsburger.

Der Triglav, eine Art Nationalheiligtum und Bestandteil des Staatswappens.
Vergrößern Der Triglav, eine Art Nationalheiligtum und Bestandteil des Staatswappens.

Slowenien heißt nicht von ungefähr so ähnlich wie unser gestriges Gastland Slowakei oder die kroatische Provinz Slawonien, denn in den slawischen Sprachen steht der Wortstamm "slovene" für die Selbstbezeichnung der slawischen Völker. Nach dem Ende der K.u.K-Monarchie wurde Slowenien Teil des Königreichs Jugoslawien, nach dem Zweiten Weltkrieg bestand die Union der Südslawen unter dem autoritären Regime des Kroaten Josip Broz, genannt Tito, als Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien weiter. Nach dem Tod des Marschalls geriet der Vielvölkerstaat immer mehr unter ethnische Spannungen, das Ende der kommunistischen Regime in Ost- und Südosteuropa Ende der achtziger und Anfang der neunziger Jahre führte schließlich zur Explosion des Staates, der nie Mitglied des Warschauer Pakts war und seinen Bürgern deutlich mehr Freiheiten einräumte als etwa die Tschechoslowakei oder Ungarn den ihren.

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