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Beus soll IT-Beauftragter der Bundesregierung werden

10.12.2007 | 13:31 Uhr |

Der Staatssektretär des Bundesinnenminsteriums, Hans Bernhard Beus, soll oberster Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik werden. Nach Medienberichten wird dies Angela Merkel am heutigen Montag auf dem zweiten IT-Gipfel bekannt geben.

Hans Bernhard Beus, Quelle: BMI
Vergrößern Hans Bernhard Beus, Quelle: BMI
© BMI

Nach Informationen von Heise soll Beus einem dreiköpfigen Gremium vorsitzen. Weitere Mitglieder sind demnach der Finanzstaatssekretär Werner Gatzer sowie Kanzleramtschef Thomas de Mazière. Wichtige Entscheidungen sollen in einem Rat der IT-Beauftragten getroffen werden, in dem alle Bundesministerien vertreten sind. Sollte sich der Rat in strittigen Fragen nicht einigen können, kann der IT-Beauftragte eine Empfehlung abgeben.

Die Initiative D21 hatte jüngst einen „Chief Information Officer“ (CIO) für die Bundesregierung gefordert. Ein solcher CIO mit Haushalts- und Machtbefugnissen solle IT-Projekte in Deutschland koordinieren.

BITKOM fordert mehr Kompetenzen für den IT-Beauftragten

Der Branchenverband BITKOM hat die Ernennung eines IT-Beauftragten bereits begrüßt. „Das ist ein richtiger erster Schritt – aber jetzt müssen weitere folgen, und zwar möglichst schnell“, sagte der Präsident August-Wilhelm Scheer. Der Verband fordert, den Beauftragten mit ressortübergreifenden Befugnissen auszustatten.

Der zweite IT-Gipfel in Hannover befasst sich vor allem mit dem Fachkräftemangel der Branche. Laut BITKOM gibt es in Deutschland derzeit rund 43.000 offene Stellen, die nicht besetzt werden könnten. Dies habe volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe zur Folge. Die Unternehmen fordern Reformen in der Bildungspolitik sowie vereinfachte Visa-Verfahren für qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland.

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