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Bildbearbeitungssoftware für Einsteiger und Profis

22.11.2000 | 00:00 Uhr |

Drei Software-Lösungen zur Bildbearbeitung haben Arcsoft, ACD und Binuscan auf der Comdex vorgestellt, die auch für den Mac-Markt interessant sind.

Obwohl die Comdex traditionell keinen Focus auf Apple richtet, wird die Messe für den Mac-Markt immer interessanter. Unsere Schwesterzeitschrift Macweek hat sich vor Ort drei interessante Neuvorstellungen im Bereich Bildbearbeitung angesehen.

Katalogisieren mit ACD for Mac

Die in Deutschland weitgehend unbekannte Firma ACD Systems zeigte eine Katalogisierungstool mit dem Namen ACD See for Mac 1.5. Das knapp 30 US-Dollar teure Programm verwaltet Bilder, Sound-Clips und Filme. Der Anwender kann sich den Inhalt der Datensammlung entweder als Miniaturen oder als Diashow anzeigen lassen. Werkzeuge zur Bildbearbeitung fehlen zwar in der aktuellen Version, ACD will aber im Juni 2001eine überarbeitete Version 2.0 herausbringen, die dann auch Funktionen zur Bildbearbeitung aufweisen soll. Bilder lassen sich jedoch jetzt schon drehen, umbenennen und als Tiff-, JPEG-, GIF-, Photoshop-, SGI- oder BMP-Datei exportieren. Eine HTML-Export-Funktion erlaubt es, die Thumbnails der Bilder auf einer eigenen Website ins Internet zu stellen, ein Klick auf eine der Miniaturen führt den Anwender zu den Originaldateien.

Info: ACD Internet , Preis: 29,99 US Dollar

Bildbearbeitung für Scanner und Digitalkameras

Arcsoft hatte auf seinem Messestand einen iMac stehen und nutzte ihn, um die bisher nur für Windows erhältliche Bildbearbeitung Photo Studio zu demonstrieren. Die Software liegt mit einem Preis von 99 US-Dollar im Einsteigerbereich und wird überwiegend im Bundle mit Peripheriegeräten von Kodak, Hewlett-Packard und Canon verkauft. Photostudio erlaubt Änderungen bei Helligkeit, Kontrast, Farbton und Sättigung, bietet eine Schärfefunktion, einige Effektfilter sowie einen Texteditor. Bilder lassen sich in Form von Thumbnails archivieren und im Stapelbetrieb bearbeiten. Die Software liest und exportiert neben dem eigenen Photostudio-Format BMP-, JPEG-, TIFF- sowie PICT-Dateien.

Info: Arcsoft I, Preis: 99 US-Dollar

Neue Wege beim Retouschieren

Eine Betaversion der für Januar angekündigten Scansoftware Photo Retouch Pro zeigte Binuscan war die Hauptattraktion bei Binuscan. Dieses neue Programm bietet nicht nur die klassischen Funktionen jeder Scansoftware, sondern Effekte, die eher zum Spektrum einer Bildbearbeitung zählen. Besonders spektakulär wurde die Demonstration der Betasoftware, als ein Ausschnitt eines eingescannten Bildes ausgewählt und wie ein dreidimensionales Objekt um eine Achse gedreht wurde. Weitere Highlights waren ein Malwerkzeug, das einzelne Farbbereiche modifiziert, ohne dass diese vorher maskiert werden müssen, sowie die Schnelligkeit von Photo Retouch Pro. Da der Anwender alle Modifikationen an einer Art Bildschirmvorschau des aktuellen Scans vornimmt, die Software aber erst beim Abschluss der Bildbearbeitung die Änderungen im hochauflösenden Original sichert, entfallen die sonst üblichen Wartezeiten. Photo Retouch Pro arbeitet im RGB, CMYK sowie LAB-Farbraum, eine kostenlose Demoversion der Software steht auf der Website von Binuscan unter www.binuscan.com/prp/download.html zum Download. Wer sich die Betasoftware für 500 US-Dollar kauft, wird insofern belohnt, als er ein kostenloses Update auf die finale Version erhält, die dann etwa 1000 US-Dollar kosten soll.

Info: Binuscan , Preis: finale Vollversion 1000 US-Dollar

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