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Bill Gates wird Rentner

02.01.2008 | 14:54 Uhr |

Der Microsoft-Mitbegründer und Multimilliardär Bill Gates wird sich künftig auf seine Arbeit als Philanthrop in der "Bill & Melinda Gates Stiftung" konzentrieren.

Bill Gates CES 2005 mit Iriver H10
Vergrößern Bill Gates CES 2005 mit Iriver H10

Der Microsoft-Mitbegründer und Multimilliardär Bill Gates wird sich künftig auf seine Arbeit als Philanthrop in der "Bill & Melinda Gates Stiftung" konzentrieren.

Bei seinem ersten Auftritt vor einem großen Messepublikum in Las Vegas verließ sich Microsoft-Mitbegründer Bill Gates 1983 noch auf den Beistand seines Vaters: Zur Ankündigung der ersten Windows-Version auf der Computermesse Comdex stand William H. Gates Sr. persönlich am Projektor, um die Folien zur Rede seines Sohnes zu wechseln. Präsentationsprogramme wie PowerPoint oder einen Beamer zum Anschluss an den PC gab es damals noch nicht. Ein Vierteljahrhundert später öffnet sich für Bill Gates auf der Consumer Electronics Show (CES) vom 7. bis 10 Januar 2008 zum letzten Mal der große Vorhang einer High-Tech-Messe in Las Vegas. In den kommenden Monaten wird sich der Multimilliardär vollständig aus seiner Führungsrolle bei Microsoft zurückziehen und sich nur noch um die "Bill & Melinda Gates Stiftung" kümmern.

Die Glitzerwelt der Wüstenstadt im US-Bundesstaat Nevada bot Gates in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder die Bühne für wichtige Ankündigungen. Nach der Präsentation von Windows 1.0 ragte vor allem sein Auftritt im Aladdin Hotel am 12. November 1994 hervor. Damals formulierte der Software-Tycoon zum ersten Mal seine Vision von der allgegenwärtigen Information ("Information At Your Fingertips"). Mit Hilfe eines Kurzkrimis, der auf der Riesenleinwand im Aladdin Theatre abgespielt wurde, verdeutlichte Gates, wie der Personal Computer das private und berufliche Leben nachhaltig beeinflussen werde. Und der überragende Markterfolg von Windows 95 in den kommenden Jahren bestätigte die These des Microsoft-Chefs.

Auf der Comdex 2001 ging Gates noch einen Schritt weiter und kündigte ein "digitales Jahrzehnt" an: "In dieser digitalen Dekade wird Computer-Technologie jeden Teil unseres Lebens verändern und das Versprechen des wirklich sicheren und wirklich persönlichen Computers einlösen." Auch mit dieser Prognose lag Gates damals nicht daneben. Allerdings erwiesen sich in den dann folgenden Jahren eher Firmen wie Google und Apple als treibende Kräfte bei der Umsetzung des "digitalen Lifestyles", während Microsoft wichtige Trends wie die Internet-Werbung oder den iPod-Boom verpasste.

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