2132646

Billige Tablets verkaufen sich immer schlechter

08.10.2015 | 10:25 Uhr |

Die Nachfrage nach Tablet-PCs bleibt schwach. Insbesondere die Hersteller von Android-Tablets spüren einen deutlichen Preisdruck.

Die Nachfrage nach Tablet-PCs bleibt weiter schwach. Das hat die taiwanische Branchen-Webseite Digitimes von Chip-Herstellern aus Taiwan erfahren. Die schlechten Marktaussichten bewegen offensichtlich immer mehr Chip-Hersteller dazu, ihr Tablet-Geschäft herunterzufahren oder sogar ganz einzustellen.

Als Grund für die schlechten Tablet-Verkäufe nennen die Hersteller den Boom von großen Smartphones beziehungsweise Phablets. Viele Anwender ersetzen ihr Tablet nämlich durch ein großes Smartphone mit einer Bildschirm-Diagonale von über 5 Zoll. Auch Apple ist mit dem iPhone 6 Plus vor einem Jahr diesen Schritt gegangen.

Für das Jahr 2016 erwarten Marktanalysten einen Rückgang der Tablet-Verkäufe in Höhe von 10 bis 20 Prozent. Im Jahr 2015 dürften nach aktuellen Schätzungen weniger als 160 Millionen Android-Tablets verkauft werden. 2016 könnte diese Zahl sogar auf 120 bis 130 Millionen Exemplare sinken. 

Die Hersteller von Android-Tablets leiden zusätzlich noch unter dem Preisdruck, der dadurch entsteht, dass viele Android-Tablets als Schnäppchen beziehungsweise Einsteiger-Tablets verkauft werden, beispielsweise die Tablets von Medion, die auch Aldi verkauft. An so einem Medion Lifetab S10346 MD 99282 lässt sich nicht so viel verdienen.

Das bedeutet geringe Margen – ein Problem, das Apple mit dem iPad nicht kennt. Deshalb stellt sich für Hersteller von Android-Tablets eher die Frage, ob man das Marktsegment nicht gleich besser ganz aufgeben sollte.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2132646