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Billigtinten-Anbietern geht es an den Kragen

26.07.2006 | 12:51 Uhr |

Sie reduzieren Ihre Druckkosten, indem Sie statt der teuren Originalpatronen preiswertere Tintenpatronen von Fremdanbietern in Ihrem Drucker verwenden? Dann müssen Sie sich unter Umständen bald auf höhere Kosten einstellen. Denn die Druckerhersteller Epson, Canon, Hewlett-Packard verklagen Fremdanbieter von Druckerpatronen verstärkt wegen Patentverletzungen. In Asien mussten bereits etliche Hersteller die Segel streichen, seit einiger Zeit rollt die Prozesslawine auch durch Deutschland.

Schwerpunkttest Tintendrucker
Vergrößern Schwerpunkttest Tintendrucker

Drucker billig verkaufen und an den Unterhaltskosten verdienen. So lautet grob gesagt das Geschäftsprinzip der Hersteller von Tintenstrahldruckern. Brian Suh, Marketing-Direktor des südkoreanischen Unternehmens EC World (einem Hersteller von Nachfüllsets) fand drastische Worte für dieses Geschäftsprinzip der Druckerproduzenten: "Sie stehlen das Geld der Kunden. Sie geben den Kunden einen kostenlosen Drucker und stehlen dann deren Geld".

Besonders an den Originalpatronen lässt sich gutes Geld verdienen. Natürlich argumentieren Canon, Epson, Hewlett-Packard und Co., dass man die besten Druckergebnisse nur mit den Originalpatronen auf Originalpapier erzielt. Dafür seien umfangreiche und kostspielige Forschungen und Entwicklungen erforderlich, die sich nun einmal auf die Preise der Druckerpatronen auswirken würden.

Tests der PC-WELT ergaben in der Tat erhebliche Qualitätsschwankungen bei den Ausdrucken mit Fremdtinten (mehr dazu können Sie in der :PC-WELT 3/2006 ab Seite 90 nachlesen. Falls Sie das Heft nicht zu Hand haben, können Sie sich den Artikel hier als kostenpflichtiges PDF besorgen).

Aber: Es gibt eben durchaus Fremdanbieter, deren Patronen ebenfalls sehr gute Druckergebnisse liefern. Mit einigen Patronen von Fremdherstellern können Sie Ihre laufenden Druckkosten um bis zu 50 Prozent reduzieren, ohne deshalb nennenswert an der Druckqualität sparen zu müssen.

Kein Wunder, dass da viele Druckerbesitzer zu den preiswerten Alternativen greifen. Für die Druckerhersteller Grund genug, gegen die Hersteller und Anbieter von Fremdpatronen die juristische Keule zu schwingen.

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