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Billionen-Klage gegen AllofMP3 fallen gelassen

28.05.2008 | 15:43 Uhr |

Die US-amerikanische Vertretung der Musikindustrie RIAA hat die Klage gegen den russischen Download-Dienst AllofMP3 beendet. Nachdem der Dienst nicht mehr im Betrieb ist, werden die Schadensersatzforderungen zurückgezogen.

Die RIAA klagte im Namen ihrer Mitglieder und forderte 150.000 Dollar pro verkauftem Lied. Dies ergab in der Summe durch elf Millionen Lieder einen Betrag von 1,65 Billionen US-Dollar. Der Grund: Das russische Unternehmen habe keine Lizenz zum Verkauf von Musik, so die Musikindustrie. Zugleich drängten die USA Russland die Seite zu schließen. Dies wurde sogar als Bedingung in den Verhandlungen mit Russland über einen Eintritt des Landes in die Welthandelsorganisation WTO gefordert.

Der Kreml gab nach und so verschwand AllofMP3 im Juli 2007 aus dem Netz. Im Winter 2006 hatte die RIAA in New York die Billionen-Klage gegen den russischen Betreiber eingereicht. Jetzt ließ der Musikverband die Forderungen fallen.

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