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Jobs haderte mit Obama

27.10.2011 | 10:06 Uhr |

Steve Jobs’ Biographie ist seit heute auch auf Deutsch erhältlich. Der Biograph Walter Isaacson kam dem Apple-Gründer bis kurz vor dessen Lebensende ziemlich nah.

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Auf den Rückumschlag des Buches hat es die Würdigung des US-Präsidenten Obama zum Tode des "großen amerikanischen Visionärs" geschafft, der "mutig genug war, um anders zu denken, verwegen genug, um zu glauben, er könne die Welt verändern, und talentiert genug, es tatsächlich zu tun." Die Wertschätzung war nicht immer gegenseitig, in seinen letzten Lebenswochen haderte Jobs mit dem Präsidenten, berichtet sein Biograph Walter Isaacson vom letzten Interview mit Jobs. "Ich bin enttäuscht von Obama," klagte demnach Jobs. "er hat Problem zu führen, weil er davor zurückschreckt, Leute zu beleidigen oder ihnen auf den Schlips zu treten." Auf die nur gedachte Gegenfrage Isaacsons habe Jobs mit einem Lächeln hinzugefügt: "Stimmt. Dieses Problem hatte ich nie."

Wie rapide Jobs’ Gesundheitszustand sich verschlechterte, erzählt Isaacson ein paar Seiten vorher. Im Juni hatte Jobs noch die WWDC eröffnet, im Juli war es mit seiner Gesundheit steil bergab gegangen, der Krebs in die Knochen gestreut. Zu seiner Rücktrittserklärung vor dem Verwaltungsrat musste er heimlich auf den Apple-Campus gebracht und mit dem Rollstuhl in den Konferenzraum geschoben werden.

Das Buch "Steve Jobs: Die autorisierte Biographie des Apple-Gründers" ist seit heute auf Deutsch erhältlich. Isaacson hatte von Jobs freie Hand bekommen und bewusst Steve Jobs auch aus anderen Blickwinkeln betrachtet. "Ich weiß, dass in dem Buch viele Sachen stehen werden, die mir nicht gefallen. Ich werde es nicht lesen, vielleicht in einem Jahr, wenn ich da noch da sein sollte," begründete Jobs seinem Biographen die Entscheidung, nicht in den Erstellungsprozess einzugreifen.

Eine ausführliche Rezension lesen Sie in Kürze auf Macwelt.de.

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