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Bioprinting: Knorpel und Knochen aus dem 3D-Drucker

16.02.2016 | 16:58 Uhr |

Wissenschaftlern ist es gelungen, Ohrknorpel und Knochen mit einem speziellen Drucker nachzubilden. Bis Menschen von dieser Technik profitieren können, dauert es aber noch einige Zeit.

Am Wake Forest Institute for Regenerative Medicine ist es US-Wissenschaftlern nach über zehn Jahren Forschungszeit gelungen, Knochen und Muskelgewebe mit lebenden Zellen nachzubilden. Wie das Fachmagazin Nature Biotechnology anhand einer Studie zeigte , soll es mit einem Bioprinting-System möglich sein, Ohrknorpel und Kieferknochen mit einem 3D-Drucker nachzubilden. Demnach wuchsen Implantate an Mäusen und Ratten an, sogar Blutgefäße konnten sich nachbilden.

Dies ist ein wahrer Meilenstein in der Medizingeschichte. In der Vergangenheit scheiterten derartige Versuche, da die gedruckten Teile nur bis zu einer bestimmten Gewebedicke funktionierten. In der neusten Studie entwickelten die Wissenschaftler jedoch Mikrokanäle, sodass die lebenden Zellen mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden konnten.

Wie Futurezone berichtet, konnten die Forscher „unter anderem ein Gewebe von der Form und Größe eines menschlichen Babyohrs auf den Rücken von Mäusen“ implantieren. Auch wenn das Gewebe nach zwei Monaten seine Form behielt, bedarf es für derartige Anwendungen in der Humanmedizin noch an reichlich viel Forschungsarbeit.

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