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'Bisher gab es jedes Jahr eine neue Version des Betriebssystems'

20.04.2004 | 10:54 Uhr |

Die weltweite Entwicklerkonferenz WWDC fokussiert in diesem Jahr auf Macs in Unternehmen.

Interview mit Louk Janssen, Partnership Manager Education Worldwide Developer Relations, Apple und Georg Albrecht, Pressesprecher von Apple Deutschland.

Macwelt: Ende Juni dieses Jahres ist die Entwicklerkonferenz von Apple, die WWDC, zum zweiten Mal in San Francisco. Was dürfen wir uns davon erwarten?

Apple: Wer sich den Konferenzplan ansieht, findet viele Vorträge rund um das Thema "Enterprise - Macs als Server und Clients in mittleren und großen Unternehmen".

Macwelt: Gibt es denn hierzulande jemanden, den das interessiert?

Apple: Wie misst man Begeisterung? Wir von Apple sehen speziell in Deutschland reges Interesse an Mac OS X. Viele, die sich mit Open-Source-Software für Linux oder eine andere Unix-Variante beschäftigen, haben erkannt, dass Mac OS X ein Unix mit sehr guten Werkzeugen ist.

Macwelt: Nennen Sie mal ein Open-Source-Produkt, dass in Deutschland viel genutzt wird.

Apple: Zum Beispiel Open Office, das es jetzt auch für X11 und als native Mac OS X Applikation gibt. Die Anfragen an uns und an den europäischen Kundendienst für Entwickler zeigen auch, dass es viele Firmen gibt, in denen jemand Software für Linux, Unix und Mac-OS X herstellt. Das ist eine neue, sehr interessante Entwicklung.

Macwelt: Sie wollen sagen, dass man sich beeilen muss, um noch einen Sitzplatz auf der WWDC zu ergattern?

Apple: Im Moment sind noch Plätze frei. Und bis Ende April gelten die niedrigen Eintrittspreise, außerdem sind Flüge und Hotels derzeit günstig zu bekommen.

Macwelt: Ist der Entwicklertag in Berlin am 10. Mai ein Ersatz für den mehrere tausend Euro teueren Besuch der WWDC?

Apple: Mehr ein Appetitanreger. Wir haben einige hochkarätige Entwickler von Apple USA am 7. Mai 2004 nach Stockholm eingeladen und am 10. Mai nach Berlin. Wir versuchen dort in fünf Stunden zu zeigen, was die mehr als 200 Vorträge während der WWDC-Woche bieten können.

Macwelt: Im vorigen Jahr stellte Apple auf der WWDC iSight, die kleine Videokamera, und die Version 10.3 von Mac OS X vor, die unter dem Namen Panther bekannt ist. Was dürfen wir dieses Jahr erwarten?

Apple: Bei Apple ist Steve Jobs für das Announcement neuer Produkte zuständig, nicht Louk Janssen. Entwickler haben einen etwas anderen Fokus - sie wollen vor allem wissen, wie sie ihre Programme optimal zum Laufen bringen und welche technischen Möglichkeiten es dazu gibt. Und genau das ist der Zweck der WWDC.

Macwelt: Keine Vorankündigung von Mac OS X, Version 10.4?

Apple: Bisher gab es jedes Jahr eine neue Version des Betriebssystems. Panther ist seit Oktober 2003 auf dem Markt.

Macwelt: Was ja auch eine Antwort ist. Wohin wendet man sich, wenn man mehr über die WWDC wissen will?

Apple: Wir bringen die Webseiten zur WWDC laufend auf den aktuellsten Stand.

Macwelt: Gibt es eigentlich für Linux- und Unix-Entwickler eine Anlaufstelle bei Apple?

Apple: Wir empfehlen immer zuerst die kostenlose Mitgliedschaft im Apple-Entwicklerprogramm. Viele Informationen finden sich im Internet unter http://developer.apple.com/ ganz aktuelle Diskussionen finden sich außerdem in den E-Mail-Diskussionen . Und für Fehler in Mac-OS X ist weiter die E-Mail-Adresse bugreport@apple.com die beste Anlaufstelle.

Macwelt: Apple hat früher die Besucher der WWDC bei der Suche nach Hotels und Flügen unterstützt...

Apple: Wir unterstützen Besucher der WWDC mit Rat und Tat, am besten, man mailt an: wwdr_events@euro.apple.com

Macwelt: Gibt es Tipps für die nicht ganz einfache Einreise in die USA?

Apple: Das ist eine gute Idee. Wir empfehlen grundsätzlich bei der Einreise anzugeben, dass man eine Geschäftsreise unternimmt, aber nicht in den USA arbeitet, sondern nur eine Konferenz besucht und nach einer Woche die USA wieder verlässt. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann sich rechtzeitig vorher an die US-Botschaft in Frankfurt wenden. Geschäftsreisen sind allerdings weiter bis zu einer Dauer von 90 Tagen eigentlich immer problemlos.

Macwelt: Vielen Dank für das Gespräch.

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