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BitTorrent-Erfinder arbeitet an neuer Verschlüsselungssoftware

17.01.2014 | 09:45 Uhr |

Der Erfinder der BitTorrent-Technik will durch Steganographie abhörsichere Kommunikation ermöglichen.

Vor gut einem Jahrzehnt erfand Bram Cohen mit dem BitTorrent-Protokol eine Möglichkeit zum Dateiaustausch ohne zentrale Server. Vielmehr werden die Pakete unter den Nutzern getauscht und verteilt. Derzeit arbeitet Cohen an einer Software namens DissidentX. Gemeinsam mit Forschern aus Stanford soll damit der versteckte Transport von Botschaften in anderen Botschaften möglich werden. Diese als Steganographie bezeichnete Methode setzt auf eine verborgene Speicherung und Übermittlung. So könnten private Informationen in einer unverdächtigen Webseite, einem Dokument oder einer Filmdatei versteckt werden.

Diese sollten so unverdächtig wie möglich ausfallen. Im Idealfall können Dritte gar nicht erkennen, dass überhaupt eine Kommunikation stattfindet. DissidentX verteilt die Information über die komplette Datei, aktuelle Techniken platzieren Daten meist nur am Anfang oder Ende eines Dokuments.

Gut verschlüsselt: So verschlüsseln Sie Ihre Daten richtig

DissidentX werde nach Angaben von Cohen nicht nachweisbar sein. Mit seiner Software möchte der Entwickler das „Gleichgewicht der Kräfte“ wieder herstellen. Nach dem NSA-Skandal sehnen sich viele Anwender wieder nach einer privaten Kommunikationsmöglichkeit über das Internet.

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