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Blackberry-Chef spuckt große Töne gegen Apple

20.03.2013 | 10:41 Uhr |

Hätte es noch eines Beweises für die These von Jean-Louis Gassée bedurft, dass Apple das Erzählen der eigenen Erfolgsgeschichte entglitten ist und der Konzern womöglich professionelle Unterstützung braucht, hier ist er

In einem Interview mit der australischen Zeitung Financial Review spuckt der Blackberry-CEO Thorsten Heins große Töne - und führt den Abgesang auf Apple in neue Höhen. Apple habe einen fantastischen Job getan, Touch-Geräte auf dem Markt zu etablieren und man könne der Firma aus Cupertino dafür nicht dankbar genug sein, führt Heins aus. Aber die Benutzeroberfläche von iOS sei nun mittlerweile fünf Jahre alt. Geschichte wiederhole sich und auch Apple sei davor nicht gefeit, an Bedeutung zu verlieren, warnt Heins. Die Industrie wandele sich in einer derart hohen Geschwindigkeit, und wer mit seinem Innovationstempo nicht mithalte, könne sehr schnell ersetzt werden.

Blackberry-Smartphones hätten Apples Geräte vor allem in Sachen Multitasking etwas voraus, rühmt Heins und zeigt sich für den Erfolg des Smartphones Z10 optimistisch. Mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 (BB10) habe man sich lediglich wieder in die Startreihe aufgestellt, den Grand Prix müsse man aber nun gewinnen (Anmerkung: Heins sprach während des Wochenende des Formel-1-Rennens in Melbourne mit der Zeitung), man könne nie still stehen. Das Schicksal der Firma hänge aber nicht vom Z10 ab, wenngleich die neue Plattform BB10 mit bald 100.000 verfügbaren Apps eine große Gelegenheit für Blackberry sei. Berichte über eine bevorstehende Übernahme durch Lenovo wies Heins zurück, es gebe allenfalls ein anfängliches Interesse an dem Thema.

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