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Blackberry denkt über Ende seiner Smartphones nach

28.07.2015 | 13:06 Uhr |

Blackberry hat in den vergangenen Jahren immer mehr Marktanteile verloren und denkt nun über die Einstellung seiner Smartphones nach

Innerhalb von Blackberry (einst Research In Motion oder RIM genannt) sollen sich dem Bericht von Bloomberg zufolg e viele einflussreiche Mitarbeiter aufgrund der Unternehmensgeschichte für die Weiterführung der Hardwareproduktion aussprechen. Unabhängig davon betonte Blackberry-CEO John Chen jedoch, dass an einem bestimmten Punkt die wirtschaftlichen Interessen dem Unternehmen die Entscheidung gegen die Herstellung von neuen Geräten aufzwingen werden.
 
Seit seinem Amtsantritt vor knapp 18 Monaten setzte Chen bereits verschiedene Sparmaßnahmen durch, um die Wirtschaftlichkeit von Blackberry zu gewährleisten. Neben der Entlassung vieler Mitarbeiter wurden auch einige Unternehmensteile verkauft und neue Partnerschaften mit Unternehmen wie Foxconn geschlossen. 
 
Ob Blackberry wie dies in den letzten Wochen vermutet wurde noch ein neues Smartphone mit Android auf den Markt bringen wird, gab Chen nicht bekannt. Für das Unternehmen könnte dies allerdings der letzte Versuch sein, um Marktanteile im hart umkämpften Smartphonemarkt zurückzugewinnen.
 
Sollte Blackberry tatsächlich die Hardwareproduktion einstellen, würde sich die Firma in Zukunft komplett auf die Entwicklung und den Vertrieb von Software konzentrieren. Inwiefern das Unternehmen in diesem Bereich zukunftsfähig ist, lässt sich allerdings aktuell nur schwer abschätzen. Ein solcher Strategiewechsel würde vermutlich erneut die Entlassung von vielen Mitarbeitern bedeuten.

Im März 2013 hatte der damalige Blackberry-CEO Thorsten Heins noch große Töne gegen Apple gespuckt und das damals neue Blackberry Z10 in den höchsten Tönen gelobt. Sein Nachfolger John Chen hatte in diesem Januar ganz anders geklungen und gefordert, Apple solle per Gesetz verpflichtet werden , attraktive Apps wie iMessages auch für andere Plattformen zur Verfügung zu stellen.

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