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Blogger wenden sich gegen O’Reilly

30.05.2006 | 13:42 Uhr |

Der US-Verlag O’Reilly Media wollte einer Non-Profit-Organisation verbieten, den Begriff „Web 2.0“ zu verwenden. Und hat damit die Blogger gegen sich aufgebracht.

Verlagschef Tim O’Reilly gilt als Erfinder des Begriffes „Web 2.0“. Einer irischen Non-Profit-Organisation wollte sein Verlag untersagen, den Begriff „Web 2.0“ im Zusammenhang mit einer Konferenz zu verwenden – und ließ dem Organisator der Konferenz, Tom Raftery, eine Unterlassungsaufforderung zukommen. Derzeit bemüht sich nämlich der Verlag darum, den Begriff „Web 2.0“ als Marke in den USA und Europa zu schützen.

Laut Spiegel-Online hat Raftery den Brief von O’Reilly Media in seinem Blog veröffentlicht und damit einen Sturm der Entrüstung unter den Bloggern ausgelöst. Es kam selbst zu bösen Beschimpfungen von O’Reilly, während der gerade im Urlaub weilte. Bis heute hat sich O’Reilly zu der Abmahnung noch nicht geäußert.

Die Firma ruderte angesichts der Online-Proteste zurück. Den Konferenz-Organisatoren erlaubte die Firma, den Begriff „Web 2.0“ dieses Jahr zu verwenden. In Zukunft soll über die Namensverwendung aber neu verhandelt werden. Raftery sagte der New York Times, nur dank „der Macht des Blogging“ habe er ein solches Ergebnis erreichen können.

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