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Bloomberg veröffentlicht versehentlich Nachruf auf Steve Jobs

28.08.2008 | 12:27 Uhr |

Gelegentlich ergeben sich den Lesern Einblicke in die Arbeitsweise von Medien, die sie vielleicht lieber nicht haben würden. Bloomberg hat versehentlich einen vorproduzierten Nachruf auf Steve Jobs veröffentlicht. Inklusive Raum für Ergänzungen.

Der Nachrichtenseite Bloomberg ist ein peinlicher Fehler unterlaufen: Für kurze Zeit veröffentlichte die Redaktion einen Nachruf auf Steve Jobs, der für den Fall der Fälle bereit liegt. Für Prominente ist das keine ungewöhnliche Praxis, eine versehentliche Veröffentlichung ohne einen Todesfall ist es schon. Das Internet vergisst nichts, und so ist der Nachruf weiterhin im Netz zu finden.

Ganze siebzehn Seiten hat die Journalistin Connie Guglielmo, die für diverse Medien IT-Nachrichten schreibt , über Jobs verfasst . In dem Artikel befinden sich noch einige Notizen für Bloomberg-Mitarbeiter - unter anderem die offenbar nicht so wirkungsvolle Warnung: "für Veröffentlichung bereithalten - nicht benutzen". Außerdem finden sich in der Kurzbiographie noch Platzhalter, unter anderem für Informationen über die Umstände, in denen Jobs ums Leben gekommen sein soll. Auch soll Bloomberg kurz vor der Veröffentlichung noch Apple-Mitgründer Steve Wozniak, Palm-Chef Jon Rubinstein, eine Ex-Freundin und den kalifornischen Oberstaatsanwalt Jerry Brown für ein Statement anrufen.

Nach Steve Jobs' Auftritt zur Vorstellung des iPhone 3G im Juni gab es Spekulationen über den Gesundheitszustand des Apple-Chefs: Jobs hatte sichtbar abgenommen, viele erinnerten sich an Jobs' Krebserkrankung vor einigen Jahren. Einem New-York-Times-Journalisten teilte Jobs allerdings Ende Juli vertrauliche Einzelheiten zu seinem Gesundheitszustand mit - offenbar leidet oder litt er zwar an mehr als einer kleinen Grippe, eine erneute Krebserkrankung oder eine andere lebensbedrohliche Krankheit habe Jobs aber nicht, wie der Journalist verraten konnte.

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