Der Nachrichtenseite Bloomberg unterläuft ein peinlicher Fehler: Für kurze Zeit veröffentlichte die Redaktion einen Nachruf auf Steve Jobs, der für den Fall der Fälle bereit liegt. Für Prominente ist das keine ungewöhnliche Praxis, eine versehentliche Veröffentlichung ohne einen Todesfall aber schon.
Ganze siebzehn Seiten hat die Journalistin Connie Guglielmo, die für diverse Medien IT-Nachrichten schreibt, über Jobs verfasst. In dem Artikel befinden sich noch einige Notizen für Bloomberg-Mitarbeiter - unter anderem die offenbar nicht so wirkungsvolle Warnung: "für Veröffentlichung bereithalten - nicht benutzen". Außerdem finden sich in der Kurzbiographie noch Platzhalter, unter anderem für Informationen über die Umstände, in denen Jobs ums Leben gekommen sein soll. Auch soll Bloomberg kurz vor der Veröffentlichung noch Apple-Mitgründer Steve Wozniak, Palm-Chef Jon Rubinstein, eine Ex-Freundin und den kalifornischen Oberstaatsanwalt Jerry Brown für ein Statement anrufen.
Jobs greift den Vorfall zwei Wochen später bei der Präsentation neuer iPods selbstironisch auf: "Gerüchte über meinen Tod sind stark übertrieben", zitiert er per Präsentationsfolie den Schriftsteller Mark Twain, dem seinerzeit ähnliches widerfahren war. Und damit es die Presse ein für alle Male begreift, legt er einen weiteren Monat später nach. Die Fragerunde in Anschluss an die Premiere der neuen Macbooks am 14. Oktober läutet eine Folie mir der Aufschrift ein: "110 zu 70 - Steve’s Blutdruck. Keine weiteren Fragen zur Gesundheit".
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