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Blu-Ray, HD-DVD und der Mac – eine Marktübersicht

16.02.2007 | 13:55 Uhr |

HD DVD und Blu-Ray sind in zweierlei Hinsicht der Nachfolger der DVD. Sie sind erklärter Nachfolger der Video-DVD und sollen im Wohnzimmer für hochaufgelösten Filmgenuss sorgen. Während Toast 8 den Mac Blu-Ray-Discs brennen und lesen lässt, fehlen aber noch viele Voraussetzungen zum abspielen von HD-Videos.

Ein DVD-Brenner mag den meisten Computeranwender völlig ausreichen. Aus technischer Sicht gehören DVDs mit Einführung der Formate Blu-Ray und HD-DVD aber bereits zum alten Eisen. Die Anzahl der Hersteller von DVD-Brennern hat sich bereits reduziert, so bietet etwa Benq in Europa keine Laufwerke mehr an. Das Format DVD bietet kaum mehr Spielraum für die Weiterentwicklung und sichere Margen. Höhere Brenngeschwindigkeiten sind nur eingeschränkt möglich. Neuere DVD-Brenner unterstützen zwar das Brennen mit 18- und 20-fachem Tempo, nach unseren Erfahrungen wird dadurch aber das effektive Brenntempo kaum beschleunigt und die Qualität der gebrannten Medien verschlechtert sich deutlich.

Es bleibt die Frage, ob die bewährte Film-DVD nicht genug Bildqualität bietet? Laut dem Bundesverband für audiovisuelle Medien ist die Anzahl der verkauften DVD-Filme 2006 noch einmal gegenüber dem Vorjahr gestiegen - insgesamt 100,6 Millionen DVDs wurden verkauft. Allerdings ist der Umsatz mit Filmen gegenüber dem Vorjahr gesunken - der Preis für DVD-Filme ist deutlich gesunken. Für die Filmindustrie verspricht der HD-Markt dagegen steigende Umsätze.

PC-Laufwerk oder Standalone-Player

Im Bereich Desktop scheint sich das Blu-Ray-Format gegen HD-DVD durchzusetzen. Bereits seit einigen Monaten sind Blu-Ray-Brenner für den PC verfügbar, sechs verschiedene PC-Laufwerke sind aktuell zu haben. Modelle der ersten Generation wie das LiteOn LH-2B1S bekommt man für knapp über 600 Euro, ein wiederbeschreibbares Medium kostet ab 15 Euro.

Sehr dürftig ist das Desktop-Angebot des HD-DVD-Lagers. Für diesen Monat hatte Toshiba sein neues Desktoplaufwerk angekündigt, den SD-H903A . Bisher ist dieser erste HD-DVD-Brenner nicht im Handel erhältlich. Von HP ist immerhin mit dem HD 100 ein reines Leselaufwerk zu haben. Das HD 100 ist ein externes Laufwerk, das HD-DVD-ROM (also DVD-Filme), DVD-Medien und CDs ausschließlich lesen kann und auf Toshibas Modell SD-H802A basiert. Für knapp 500 Euro ist das Gerät im Fachhandel verfügbar.

Will man die neuen Medien an einem Mac nutzen, benötigt man aber nicht nur ein Laufwerk sondern auch die passende Software. Sowohl die Blu-Ray-Medien als auch die HD-DVD-Scheiben verwenden das neue Dateisystem namens UDF 2.5, das Mac-OS X nicht unterstützt. Toast 8 installiert zu diesem Zweck einen UDF-Treiber, der das Auslesen der Disks ermöglicht. Die Unterstützung von UDF 2.5 reicht aber nicht aus, um auch einen Blu-Ray oder HD-DVD-Film abzuspielen. Zusätzlich benötigt man ein DVD-Abspielprogramm, das diese neuen Videoformate unterstützt. Damit ein Monitor die Signale einer Blu-Ray oder HD-DVD darstellen kann, muss ja sowohl die Grafikkarte als auch der Monitor den Kopierschutz HDCP unterstützten. Außer einem Laufwerk und einer Abspielsoftware benötigt man also auch einen kompatiblen Monitor.

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