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Blu-ray-Laufwerke - tauglich für den Mac?

22.11.2006 | 13:36 Uhr |

Weihnachten ist traditionell die Zeit, in der Männer sich neue technische Spielzeuge zulegen. Eigentlich wäre ein Blu-ray-Brenner eine passende Anschaffung für den fortschrittsbewussten Mac-Anwender. Besonders für Mac-Anwender lohnt sich ein Kauf eines Blu-ray-Brenners aber noch nicht.

In der großen Schlacht zwischen den beiden Lagern HD-DVD und Blu-ray hat nach Meinung der Beratungsfirma Forrester Research Blu-ray auf lange Sicht die besseren Karten - nicht zuletzt durch die gute Verfügbarkeit von Blu-ray-Brennern als Computerlaufwerk.

Blu-ray als Mac-Laufwerk

Die ersten Blu-ray-Brenner liegen pünktlich zum Weihnachtsgeschäft bei den Fachhändlern. Es gibt zwar von Toshiba bereits ein Notebooklaufwerk namens SD-L902A für das Brennen von HD-DVDs, bisher ist es aber noch nicht im freien Handel verfügbar. Bisher unterstützt es auch nur einschichtige Medien mit 15 GB Kapazität - gegenüber Doublelayer-DVDs kein großer Vorsprung. Aktuelle Blu-ray-Brenner, die einschichtige Medien mit etwa 22 GB Kapazität beschreiben, sind dagegen schon im Einzelhandel erhältlich. Man bekommt zu einem Straßenpreis von etwas über 700 Euro Desktop-Laufwerke von Pioneer, LG, Plextor, Sony, Liteon oder Philips, die sich äußerlich nicht von einem vertrauten DVD-Laufwerk unterscheiden. Mit dem Mac kompatible Software liegt aber nicht bei und Mac-OS X kann die Laufwerke nicht nutzen. Die mit Blu-ray kompatible Version von Toast Titanium ist nicht im freien Handel erhältlich. Lacie hat jedoch ein externes Laufwerk in Vorbereitung , in Japan liefert Logitec bereits einen DVD-Brenner mit der speziellen Toast-Version aus.

Blu-ray-Player von Panasonic: DMP-BD10EG-S 10
Vergrößern Blu-ray-Player von Panasonic: DMP-BD10EG-S 10

Die Preise für Blu-ray-Hardware sind noch recht hoch. Ein guter DVD-Brenner ist bereits für ein Zwanzigstel des Preises eines Bluray-Brenners zu haben und zwanzigmal teurer als eine DVD-R sind auch die Rohlinge: Eine einmal beschreibbare BD-Rs gibt es ab 11 Euro, wiederbeschreibbare Medien gibt es für knapp den doppelten Betrag. Dafür bekommt man immerhin den fünffachen Speicherplatz einer einschichtigen DVD. Besonders die wiederbeschreibbaren Medien sind dabei als Datenspeicher interessant. Ähnlich wie bei DVD-RAM kann man ein solches Medium nämlich wie eine externe Festplatte nutzen – bei Toast heißt diese Funktion Dynamic Writing. So könnte man auch umfangreiche iTunes- oder iPhoto-Bibliotheken bequem auf ein kompaktes Medium sichern. Die Schreibgeschwindigkeit ist dagegen mäßig – einmal beschreibbare Medien zu brennen dauert etwa 45 Minuten, wiederbeschreibbare Medien beanspruchen etwa die doppelte Zeit. Bisher fehlt auch eine Authoringsoftware, mit der man am Mac Blu-ray-Video-Discs erstellen kann. Apples Video-Software DVD Studio Pro unterstützt bisher nur das Konkurrenzformat HD-DVD als Ausgabeformat. Mit DVD SP kann man immerhin eigene HD-DVDs erstellen, die Standalone HD-DVD-Player abspielen können.

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