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Boot Camp zieht Windows-User an

06.04.2006 | 12:49 Uhr |

Analysten haben Aples Software Boot Camp, die den Betrieb von Mac-OS X und Windows auf einem Intel-Mac ermöglicht, begrüßt und sehen darin für Apple die Chance, neue Kundschaft anzuziehen.

Tim Bajarin von Creative Strategies meinte, dass "da mehr Windows-Anwender sind, die herüberkommen wollen, als Mac-User, die Windows nutzen wollen." Apple habe "über Nacht" die vielseitigste Computer-Plattform geschaffen, die noch attraktiver für Wechsler geworden sei. Auch Michael Gartenberg von Jupiter Research stimmt dem zu. Boot Camp entferne eines der letzten Hindernisse für Leute, die den Mac in Erwägung ziehen aber aus speziellen Gründen noch auf die Nutzung von Windows angewiesen seien. Die Veröffentlichung von Boot camp sei ein "sehr kühner Schritt von Apple". Mike McGuire von Gartner/G2 hält die Dual-Boot-Fähigkeit der Intel-Macs für eine gute Möglichkeit, beide Systeme direkt vergleichen zu können, was für den Anwender nicht unwichtig sei. Apple verdiene sich damit bei potentiellen Umsteigern weitere Glaubwürdigkeit. Die Zielgruppe für den Wechsel zum Mac über den Umweg Boot camp grenzt Tim Bajarin auf Heim-Anwender aus: "Der ideale Kunde dafür ist die Familie, bei der die Eltern Windows in der Arbeit verwenden, zu Hause aber einen Mac haben wollen." Anstatt zwei Computer zu kaufen könnten sie sich auf den Erwerb eines Mac und einer Windows-XP-Lizenz beschränken. Boot Camp könnte Apples Wachstum im Consumer-Bereich deutlich beschleunigen, meint Bajarin. Der Mac-Hersteller sei schon durch seine Betonung des digitalen Lifestyles auf dem besten Weg gewesen, seinen Marktanteil zu verdoppeln.

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