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Brad Silverberg: Microsoft kämpft mit Linux

16.07.2004 | 10:54 Uhr |

Als früherer Top-Manager von Microsoft hat Brad Silverberg erst Windows zu einem großen Geschäft gemacht und dann die Internet-Strategie des Softwarekonzerns auf Vordermann gebracht.

Nun wähnt er seinen früheren Arbeitgeber - Silverberg verließ Microsoft nach längerer Auszeit im Sommer 1997 und ist inzwischen Managing Partner der Investment-Firma Ignition Group - verstrickt im Kampf gegen Open Source.

Linux fordere Windows über den Preis heraus, so Silverberg, und Microsoft müsse demonstrieren, dass es bessere TCO (Total Cost of Ownership) biete, um seinen höheren Preis zu rechtfertigen. Über seine "Fakten"-Kampagne versucht Microsoft dies seit über einem Jahr, vor allem mit gesponserten Analysten-Reports. Der Wind habe sich gedreht und blase Microsoft nun ins Gesicht, erklärte Silverberg, das einst selbst als preisgünstige Option im Wettbewerb gegen teure proprietäre Systeme groß geworden sei.

Zunehmend schwierig werde es für Microsoft außerdem, sein Partner-Ökosystem aufrecht zu erhalten. Früher sei dies einfach gewesen, als Microsoft eine Plattform geschaffen hatte, über die Dritte am Erfolg von Windows partizipieren konnten. Inzwischen, so Silverberg weiter, sei Microsoft aber in so vielen neuen Bereichen aktiv, dass Entwickler nicht mehr wüssten, wie sie ihr Geschäft auf Windows aufbauen sollten. Die Developer schauten sich deswegen nach alternativen Plattformen um. (tc)

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