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Nintendo macht zum ersten Mal seit 30 Jahren Verlust

28.10.2011 | 07:16 Uhr

Aufgrund der sinkenden Nachfrage nach den Handheld-Modellen des japanischen Konzerns, rutscht Nintendo im ersten Halbjahr 2011 in die roten Zahlen.

Nintendo macht zum ersten Mal seit 30 Jahren Verlust (c) Nintendo
Vergrößern Nintendo macht zum ersten Mal seit 30 Jahren Verlust (c) Nintendo
© Nintendo

Nintendo hat heute seine aktuellen Geschäftsergebnisse veröffentlicht. In den ersten sechs Monaten bis zum 30. September 2011 musste der Konzern dabei zum ersten Mal in seiner 30-jährigen Geschichte einen Verlust verbuchen. Nintendo rutschte mit umgerechnet rund 657 Millionen Euro in die roten Zahlen.

Die Gründe für die ernüchternde Bilanz liegen in der schwindenden Nachfrage nach den beiden Handheld-Modellen Nintendo DS und Nintendo 3DS begründet. Im Software-LineUp des Unternehmens fanden sich in diesem Jahr zudem noch keine Verkaufsschlager. Die Preissenkungen für DS und Wii taten schließlich ihr Übriges. Im gesamten Geschäftsjahr rechnet Nintendo nun mit einem Netto-Verlust von 20 Milliarden Yen (umgerechnet rund 188 Millionen Euro).

Nach dem Höhenflug mit DS und Wii in den vergangenen Jahren, musste Nintendo 2011 mit dem Marktstart seines neuen 3D-Handhelds Nintendo 3DS zurückstecken. Die Hosentaschen-Konsole blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Aufgrund des übersichtlichen Spiele-Angebots und Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, sahen viele Nintendo-Fans von einem Kauf ab. Vor wenigen Wochen reagierte der Konzern schließlich und senkte den Preis für seinen 3DS in Europa und den USA um knapp ein Drittel. In Japan kostet der Handheld sogar nur noch die Hälfte.

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