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Software-Preise im Amazon Appstore zu niedrig

18.04.2011 | 06:52 Uhr |

Im vergangenen Monat startete Amazon seinen Android-Appstore in den USA. Neben einer Klage von Apple muss sich der Shop-Gigant nun auch der Kritik zahlreicher Spiele-Entwickler stellen, die dem Preisdruck im Appstore auf Dauer nicht standhalten können

Ende März launchte Amazon in den USA einen eigenen Appstore für Android-Anwendungen . Die App-Bibliothek überzeugte mit über 3.800 Artikeln dabei bereits durch Masse. Amazon will sich auf lange Sicht jedoch auch durch besonders niedrige Preise von der Konkurrenz abheben. Für diese Strategie erntete das Unternehmen nun heftige Kritik vom Branchen-Verband International Game Developers Association (IGDA).

Laut der Vereinigung habe Amazon zahlreiche Spiele-Entwickler aufgefordert, ihre Download-Preise dauerhaft zu senken. Amazon trage damit den Kampf um Marktanteile auf dem Rücken der Software-Studios aus und schade ihnen damit dauerhaft. So würden die Anbieter laut IGDA gezwungen, selbst die Preise von Spielen mit hoher Nachfrage, nach unten zu korrigieren. Amazon hat bislang noch keine Stellung zu den Vorwürfen bezogen.

Ähnliche Anschuldigungen gab es im vergangenen Jahr von diversen Buch-Verlagen. Zum Launch des E-Readers Kindle senkte Amazon die Preise für E-Books drastisch und zog damit den Ärger von Autoren und Verlegern auf sich. Weiterhin hat der Konzern derzeit eine Klage von Kulthandy-Hersteller Apple am Hals, der die Namensrechte seines App Stores durch Amazons Appstore verletzt sieht.

Auch mit der Musikbranche steht der Konzern auf Kriegsfuß. Mit einem kürzlich gelaunchten Musik-Dienst erlaubt Amazon das Speichern und Abspielen von Musik auf mehreren Geräten und erteilt damit dem DRM-Schutz eine Absage.

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