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Branche sieht Handy-Rekordabsatz in Deutschland - Systems geöffnet

24.10.2007 | 11:18 Uhr |

Handy-Hersteller rechnen in diesem Jahr mit einem Rekordabsatz in Deutschland. 2007 würden voraussichtlich 36,5 Millionen Geräte in Deutschland verkauft und damit so viele wie nie zuvor, teilte der Branchenverband BITKOM am Dienstag zur Eröffnung der Computermesse Systems (bis 26. Oktober) in München mit.

Der Absatz dürfte damit um sechs Prozent klettern. Im vergangenen Jahr wurden 34,4 Millionen Handys abgesetzt. Beim Umsatz mit Mobiltelefonen rechnet der Verband wegen der sinkenden Verkaufspreise mit einem geringeren Anstieg. Er werde von 4,1 Milliarden Euro im Vorjahr um etwa zwei Prozent auf 4,2 Milliarden Euro in diesem Jahr zulegen. Bei den Mobilfunkdiensten gingen die Umsätze angesichts des Preisdrucks dagegen leicht zurück. «Allein in den vergangenen beiden Jahren sind Handy-Gespräche um satte 15 Prozent günstiger geworden. Für die Verbraucher sind das allerbeste Nachrichten. Für die Branche ist es eine echte Herausforderung», sagte Rudolf Gröger, Präsidiumsmitglied des BITKOM. Die Systems öffnete am Dienstagmorgen ihre Tore für die Besucher. Zum Auftakt der Schau rund um Computer, Software und Telekommunikation sprach die Messe München von einem regen Besucherinteresse. «Es läuft gut an», sagte eine Messe-Sprecherin. In diesem Jahr präsentieren 1198 Aussteller aus der Hightech-Branche bei der Systems neue Produkte und Dienstleistungen, das sind 62 weniger als im Vorjahr. Damals kamen gut 53 000 Besucher auf das Münchner Messegelände. In diesem Jahr wolle man an den vier Messetagen ein größeres Publikum anziehen, sagte die Sprecherin. «Wir wollen wachsen.» Von einigen Ausstellern gebe es bereits erste positive Signale. Zum Messestart hatte sich die Branche am Vortag guter Stimmung gezeigt, wenngleich die Telekommunikationswirtschaft und insbesondere die Anbieter von Sprachtelefonie unter dem scharfen Preisverfall leiden und sich für das laufende Jahr auf ein Umsatzminus einstellen. Auch der zunehmende Fachkräftemangel entwickelt sich nach Einschätzung des Branchenverbandes BITKOM zunehmend zum Wachstumshemmnis für die Informations- und Kommunikationswirtschaft. (dpa)

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