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Briefe schreiben - sonst nichts

16.01.2004 | 11:02 Uhr |

Während Office und Apple Works mit einer Vielzahl von Funktionen aufwarten, konzentriert sich die Entwicklung einer Bonner Firma auf eine Aufgabe.

Screenshot 1
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An Textverarbeitungen für Mac-OS X herrscht kein Mangel, unter anderem liefert Apple das kostenlose Text Edit zum Betriebssystem gleich mit. Bereits dieses verfügt über zahlreiche Formatierungsoptionen und ist zum Erstellen einfacher Briefe durchaus geeignet. Wenn sich ein Entwickler daher an einer Software wagt, die ausschließlich zum Briefeschreiben dienen soll, muss sie schon etwas Besonderes bieten: entweder im Preis - wobei kostenlos nicht zu unterbieten ist. Oder hinsichtlich ihrer Funktionalität, die das Gestalten von Briefen möglichst einfach macht. Letzteres ist die Absicht von Letter Works, das die deutsche Softwareschmiede Object Parks in Bonn entwickelt hat.

Was hat es für seine immerhin 30 Euro im Repertoire? Eine neu geöffnete Seite sieht zunächst relativ schlicht aus mit nur wenigen Formatierungsoptionen (Screenshot 1). Eine Besonderheit zeigt jedoch bereits der Button unten rechts mit der Bezeichnung "Umschlag". Klickt man darauf, sieht man das Layout eines Briefs im Standardformat mit den eigenen Daten aus dem Adressbuch als Absender und Platzhaltern für die Anschrift (Screenshot 2). Hat man den gewünschten Empfänger als vCard im Adressbuch gespeichert, reicht es, diese bequem auf das Adressfeld zu ziehen. Das Programm füllt die Variablen dann -gegebenfalls über einen passenden Dialog wie in Screenshot 3 - selbstständig aus.

Doch zurück zum Briefformat. Interessant wird es, sobald man eine der mitgelieferten Vorlagen öffnet. Diese sind unterlegt mit einer Grafik bzw. einem Logo als unveränderlichem Hintergrundbild (Screenshot 4). Generiert werden diese aus praktisch jedem im PDF-Format abgespeicherten Dokument. Dieses zieht man im Layout-Modus auf ein offenes Fenster in Letter Works oder wählt es über ein Dialogfenster aus und speichert das Ganze als Vorlage - fertig. So gelingt es mittels Mac-OS X, das dem Anwender über den Druckdialog das Speichern im PDF-Format von Haus aus liefert, praktisch jedes Dokument oder Bild als Logo bzw. Vorlage für einen Brief zu erzeugen. Wie man in den Screenshots 5 und 6 erkennt, klappt das auch mit Vorlagen, die wir aus AppleWorks beziehungsweise Microsoft Word übernommen, als PDF gespeichert und in Letter Works eingefügt haben. Der Nachteil freilich bei letzterem ist eben die Unveränderlichkeit des Hintergrunds - anders als etwa in Apple Works oder den Office-Vorlagen lässt sich das einmal festgelegte Layout in Letter Works nicht mehr editieren. Möchte man Änderungen daran vornehmen, muss man erst wieder umständlich ins Ursprungsprogramm zurück.

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