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Britische Behörden gegen Verschlüsselung bei WhatsApp & Co.

14.01.2015 | 00:16 Uhr |

Sowohl Englands Premierminister David Cameron als auch der Chef des britischen Geheimdienstes MI5 Andrew Parker haben sich gegen die jüngsten Verschlüsselungsfunktionen bei Apple, Google und WhatsApp ausgesprochen.

Die meisten Nutzer legen viel Wert auf Vertraulichkeit bei ihrer Kommunikation über das Internet und freuen sich etwa darüber, Sicherheitsbehörden bis hin zu Regierungschefs ist es aber ein Dorn im Auge, dass sie bei Verdacht auf kriminelle oder terroristische Umtriebe darauf, wenn überhaupt, nur noch mit erheblichen Schwierigkeiten zugreifen können. So hat sich Großbritanniens Premierminister David Cameron während einer Rede in Nottingham dafür ausgesprochen, dass auch in einer freien Gesellschaft das Mitlesen von Internet-Kommunikation im Extremfall möglich sein müsse, wenn dies von den Behörden verfügt wurde. Von einem entsprechenden Gesetz könnten unter anderem Whats App, aber auch Apples iMessage und Facetime betroffen sein, die ebenfalls die Kommunikation ihrer Nutzer verschlüsseln. Eine Gesetzesnovelle könnte demnach sogar zu einem Verbot von Messengern wie Whats App führen.

Ins gleiche Horn stößt nach einem Bericht von ZDNet auch der Chef des britischen Geheimdienstes MI5 Andrew Parker, der darüber klagt, dass die Überwachung von terroristischen Aktivitäten durch Verschlüsselungstools, die denjenigen der Regierungsbehörden gleichwertig seien, erheblich erschwert würden. Insbesondere wendet er sich gegen Apple und Google, die inzwischen Standard-Verschlüsselungsverfahren in ihre Geräte integrieren. Entsprechend fordern auch amerikanische Sicherheitsbehörden wie das FBI, die NSA bis hin zum Kongressmitgliedern Sanktionen gegen Apple und Google aus Besorgnis über die Implementierung sicherer Verschlüsselungsalgorithmen in die Nutzer-Geräte. Nach eigenen Angaben kann nicht einmal Apple selbst mit iMessages verschlüsselte Nachrichten entschlüsseln.

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