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Browser-Krieg geht vor Gericht weiter

23.01.2002 | 00:00 Uhr |

Zu einem wahren Kampf der Giganten kommt es jetzt vor einem Bundesgericht in Washington. AOL will erreichen, dass Microsoft sein "wettbewerbswidriges Verhalten" gegen den Netscape-Browser sofort einstellt.

Der weltgrößte Software-Hersteller Microsoft steht vor einer neuen juristischen Herausforderung. Hauptkonkurrent AmericaOnline (AOL) reichte am Dienstag bei einem Bundesgericht in Washington eine Kartellklage gegen den Konzern ein. In der Klageschrift wird Microsoft vorgeworfen, widerrechtlich sein Windows- Betriebssystem mit dem Internet-Browser Explorer verknüpft und damit versucht zu haben, den Netscape-Browser vom Markt zu verdrängen.
AOL, das Netscape 1999 übernommen hatte, strebt nach eigenen Angaben eine Einstweilige Verfügung zum sofortigen Stopp des "wettbewerbswidrigen Verhaltens" sowie Schadensersatz an. Das Unternehmen stützt sich in seiner Klage auf Urteilssprüche im Kartellprozess der US-Regierung und mehrerer Bundesstaaten, in denen Microsoft tatsächlich Kartellverstöße bescheinigt worden waren. Während die Regierung und mehrere Bundesstaaten danach einem Vergleich zur Beilegung des Rechtsstreits zugestimmt haben, kämpfen neun US-Staaten für eine strengere Bestrafung des Software-Konzerns. (dpa)

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