Von Thomas Hartmann - 07.05.2012, 13:43

Browserkrieg

Infografik: Browser und Monitorauflösung seit 2008

Die Zeiten, als Microsofts Internet Explorer sich einsam an die Spitze schwang und auf Monitoren mit 640 x 480 Pixel Auflösung betrachtet wurde, sind lange vorbei.
Schon im Jahr 2008 bevorzugten die meisten Anwender eine Auflösung von 1024 x 768 Pixeln an ihren Monitoren, höhere Auflösungen waren bereits deutlich im Kommen und sind heute Standard, nach dem in diesem Fall offensichtlich wahren Motto: Größer ist besser! Dies macht eine Infografik von Bop Design sehr schön anschaulich. Ebenso, dass der Internet Explorer im Jahr 2008 vor Mozillas Open Source-Entwicklungen noch klar vorne lag und andere Browser eigentlich kaum eine Rolle spielten. Insbesondere nicht der früher schärfste Konkurrent von Netscape. Dann ging Firefox auf die Überholspur, wurde aber inzwischen von Googles Chrome-Browser an der Spitze abgelöst. Safari liegt auf Platz 4. Freilich muss man diese Statistik etwas differenzierter betrachten. Nimmt man nämlich die verschiedenen Versionen des Internet Explorer zusammen, ist dieser mit gut 30 Prozent immer noch an der Spitze, wie das PC-Magazin im Anschluss an Statcounter schreibt. Demzufolge liegt in Deutschland Firefox mit über 37 Prozent sogar vor dem IE (gut 13 Prozent), und dieser noch vor Googles Chrome, von dem es aufgrund der automatischen Aktualisierung immer nur jeweils eine Version online gibt (wie seit neuestem auch bei Firefox). In Europa insgesamt ergibt sich dagegen wieder eine leichte Dominanz des IE mit sämtlichen verfügbaren Versionen. Auch in den USA liegt der Internet Explorer noch vor Chrome 18. Nimmt man dann jedoch Länder oder ganze Erdteile wie Asien und Afrika hinzu, ergibt sich insgesamt ein Vorsprung für Chrome. Es kommt eben immer auch darauf an, welche Daten mit einbezogen werden. Würde man jetzt noch mobile Geräte von Apple oder Android-Anbietern dazu nehmen, ergäbe sich wieder ein etwas anderes Bild. Doch hier geht es ja auch um den Zusammenhang von Bildschirmauflösungen am PC oder Mac - deutlich bleibt, dass diese sichtbar zugenommen haben, während Browseranteile bestimmter Anbieter längst nicht mehr auf über 90 Prozent wie früher beim IE heranreichen.
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