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Brüder Leichtfuss

15.09.2003 | 15:41 Uhr |

Deutsche Unternehmen investieren immer weniger in
die Sicherheit ihrer Computernetzwerke. Trotz der zunehmenden
Bedrohung durch Viren, Würmer und Hacker bleiben die
Sicherheitsbudgets in Unternehmen gleich oder werden geringer. Das
geht aus der «IT-Security 2003»-Studie der «Informationweek» hervor,
die am Montag in Hamburg vorgestellt wurde. «Das ist ein gefährlicher
Spartrend, denn mangelnde Sicherheit kann die Unternehmen teuer zu
stehen kommen», sagte Andreas Raum vom Informationstechnologie-
Management-Magazin.

Im vergangenen Jahr hatten 27 Prozent der Unternehmen angegeben,
mehr in die IT-Sicherheit investieren zu wollen. Jetzt sind es nur
noch 24 Prozent. Im Zuge der allgemeinen Kostensenkungen stieg die
Anzahl der Firmen, die weniger oder gleich viel Geld ausgeben wollen.

Hauptprobleme für die Firmen sind Viren und Würmer, gefolgt von
den so genannten Denial-of-Service-Attacken, die den Computer lahm
legen. Sind Viren erstmal ins Firmennetzwerk eingedrungen, sind
Geschäftsanwendungen und E-mails nicht verfügbar oder lassen das
Netzwerk ausfallen. Vorbeugung wird nach den Worten von Raum klein
geschrieben. Verluste, die durch Würmer und Viren verursacht wurden,
stiegen den Erhebungen zufolge an.

Zudem komme fast ein Drittel der Verstöße von innen. «Aktuelle
oder ehemalige Mitarbeiter haben Zugriff auf Daten, an die sie nicht
herankommen sollten», sagt Raum. Hinzu komme, dass das
Problembewusstsein der Mitarbeiter im allgemeinen eher gering ist.
«IT-Sicherheit wird häufig als Chefsache gesehen.»

Für die «IT-Security 2003»-Studie wurden im Juni und Juli dieses
Jahres 2461 IT-Manager und Sicherheitsverantwortliche aus 39 Ländern
befragt, darunter 433 aus Deutschland.

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