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Brüssel: Mehr Schutz für Kinder im Internet

13.03.2004 | 10:08 Uhr |

Die EU-Kommission will insbesondere Kindern mehr Schutz vor problematischen oder gar illegalen Angeboten im Internet verschaffen. Sie schlug dazu am Freitag in Brüssel ein mehrjähriges Programm vor.

Das Programm habe zum Ziel, sowohl technische Möglichkeiten als auch die Sensibilisierung von Eltern und Lehrern zu verbessern, um unerwünschte oder schädliche Inhalte im Internet zu bekämpfen. Dazu zählt beispielsweise die finanzielle Unterstützung von Meldestellen und deren Vernetzung sowie die Verbesserung von Filtern, die Unerwünschtes gar nicht erst "durchlassen".

Außerdem sollen Eltern und Lehrer verstärkt auf die Probleme hingewiesen werden. Nach Angaben der EU-Kommission hat eine demnächst zu veröffentlichende Umfrage ergeben, dass viele Eltern nicht wissen, wie ihre Kinder mit dem Internet umgehen. So hätten 46 Prozent der in Nordeuropa befragten Kinder, die an so genannten Chats im Internet teilnehmen, angegeben, man habe auf diesem Wege versucht, sie zu treffen. Und 14 Prozent hätten den Internet-Partner tatsächlich getroffen. Aber nur 4 Prozent der Eltern hätten vermutet, dass das auch auf ihr Kind zutrifft.

Über das Programm der Kommission, das mit 50 Millionen Euro finanziert werden soll, müssen nun die EU-Regierungen und das Europäische Parlament entscheiden.

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