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Brüssel wartet auf Post aus Cupertino

04.06.2007 | 13:24 Uhr |

Die EU hatte im April eine offizielle Untersuchung eingeleitet, ob Apple mit seinem iTunes Store gegen europäisches Kartellrecht verstößt. Bis zum heutigen Montag muss sich Apple äußern, um Mitternacht läuft eine Frist der Europäischen Union ab.

Der iTunes Store in Großbritannien
Vergrößern Der iTunes Store in Großbritannien

Die EU hatte gleichzeitig führende Musiklabels um eine Stellungnahme gebeten. Nach Medienberichten wandte sich die Europäische Kommission unter anderem an EMI, Warner Music, Sony BMG sowie Universal Music. Die Kommission kritisierte vor allem, dass der iTunes Store Musiktitel und Videos nur für einzelne Länder anbietet. Gleiche Preise innerhalb der EU seien damit nicht gesichert.

Apple hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe mitgeteilt, man glaube nicht gegen europäische Gesetze zu verstoßen. Man habe zwar immer einen gesamteuropäischen iTunes Store einrichten wollen, die Musikkonzerne hätten dagegen aber rechtliche Bedenken geäußert. Man wolle weiterhin mit der EU zusammenarbeiten, lautete die offizielle Erklärung aus der Zentrale im amerikanischen Cupertino.

Eine ausführlichere Stellungnahme muss Apple im Laufe des heutigen Montags vorlegen. Bislang hat das Unternehmen der Europäischen Kommission noch nicht geantwortet. Die EU droht in Fällen von Kartellrechtsverletzungen mit hohen Strafen: Bis zu 10 Prozent des weltweiten Firmenumsatzes kann die Kommission als Geldstrafe verhängen.

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