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Buchkritik: Adobe Photoshop 7 Classroom in a Book

05.11.2002 | 11:26 Uhr |

In der Reihe Classroom in a Book veröffentlicht Adobe Lehrgänge zu seinen Publishing-Programmen. Auch für Photoshop 7 ist ein deutschsprachiges Lehrbuch zu haben.

München/Macwelt - An Büchern über das Standard-Bildbearbeitungsprogramm Adobe Photoshop-Bücher herrscht kein Mangel. So hat etwa der Internetbuchhändler Amazon 35 verschiedene Bücher zu Photoshop 7 im Angebot, von englischsprachigen Titeln ganz zu schweigen. Wie die meisten dieser Neuerscheinungen richtet sich auch das "Adobe Photoshop 7 Classroom in a Book" an den Photoshop-Neuling. Das aus dem Englischen übersetzte Buch stammt von der Softwarefirma Adobe selbst und kann deshalb mit der Bezeichnung "offizielles Übungshandbuch" werben, verlegt wird die deutsche Ausgabe bei Markt und Technik. Im Gegensatz zu anderen Einsteiger-Titeln oder auch dem Photoshop beiliegenden Handbuch beschränkt sich das Buch nicht auf die Auflistung und Beschreibung einzelner Funktionen sondern ist strikt wie ein Lehrgang aufgebaut. In 18 Lektionen wird der Leser durch die wichtigsten Funktionen von Photoshop und Imageready geführt, eine beiliegende CD enthält Beispieldateien, die Grundlage für einige Übungen bilden. Jede Lektion schließt mit einigen Aufgaben ab, die das in der Lektion gelernte überprüfen.

Positiv fällt die gute Screenshot-Auswahl auf. Text und erklärende Bildschirmfotos stehen in einem ausgewogenen Verhältnis, die Kapitel werden dadurch nie zu textlastig, aber auch ohne sich in reinen Fotostrecken zu verlieren. Windows-XP- und Mac-OS X-Screenshots verwenden die Autoren abwechselnd in einem Zahlenverhältnis, das in etwa auch die aktuellen Marktverhältnisse widerspiegelt. Die Aufgaben, etwa einen Flamingo freizustellen, ein Bild für den Druck vorzubereiten oder eine Webgrafik zu erstellen, sind anspruchsvoll, aber auch für Anfänger nachvollziehbar.
Negativ fällt dagegen die Buchqualität des 45 Euro teuren Paperbacks auf. Abgesehen von einigen Farbseite in der Buchmitte sind alle Screenshots in Graustufen gehalten, was besonders bei Themen wie Farbkorrektur oder Retusche stört. Ärgerlich ist allerdings auch der unnötig hohe Seitenumfang. Mit etwas kleinerem Zeilenabstand und weniger luftigem Layout wäre es problemlos möglich die Seitenzahl von 600 Seiten auf etwa 400 Seiten zu verringern; dadurch würde das schwere Buch auch etwa handlicher werden.

Fazit:

Das teure Buch eignet vor allem für Photoshop-Einsteiger oder Lehrende, die eine Photoshop-Einführung geben. Als Nachschlagewerk für Profianwender sind andere Titel besser geeignet.

Stephan Wiesend

Info: Markt und Technik Internet www.mut.de
Preis: 45 Euro

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