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Buchrezension: Das Praxisbuch Mac OS X Leopard

28.04.2008 | 12:56 Uhr |

Der Mac- und Unix-Experte legt bei Galileo Design nun auch für Apples Leopard einen Profiband vor, der tief unter die Haube des Mac-OS X blickt.

Praxisbuch Mac OS X Leopard
Vergrößern Praxisbuch Mac OS X Leopard

Um mehr als 100 Seiten hat der Leopard-Band von Surendorf gegenüber dem Vorgängerbuch zum Tiger zugelegt. Das verdankt sich einerseits den vielen zusätzlichen Funktionen in Mac-OS X 10.5 wie Time Machine oder Boot Camp, aber auch der noch ausführlicheren Erläuterung etwa wichtiger Netzwerk-Konfigurationen. Hinzu gekommen sind ferner Exkurse zu Macfuse (für den Schreibzugriff auf NTFS-Partitionen) oder rEFIt, mit dem sich auf einem Apple-Rechner bequem mehrere Systeme wie Linux, Windows und das Mac-OS X gleichzeitig einrichten lassen. Grundsätzlich ist es bei der Aufteilung in sieben Hauptabschnitte wie im Tiger-Band geblieben: Surenkopf führt in groß angelegten Kapiteln durch Apples neuestes Betriebssystem: I Überblick, II Arbeiten mit Mac-OS X, III Systemverwaltung, IV Netzwerk, V Druck, Schriften, Farbe, VI Aufgaben automatisieren und VII Troubleshooting, um die Überschriften verkürzt wiederzugeben. Diese sind jeweils in mehrere Unterkapitel eingeteilt, so dass der Leser über das Inhaltsverzeichnis einen schnellen Überblick und Zugriff auf ihn aktuell interessierende Themen erhält. Denn auch wenn man das Buch mit seiner geballten Ladung Spezialwissen und Knowhow auf über 700 Seiten von vorn bis hinten durchlesen kann, eignet es sich ebenso gut als Nachschlagewerk, wozu ferner der ausführliche Index am Ende des Bandes eine gute Hilfe ist.

Ein Buch für Profis und Zeilenhacker

Surendorf hebt sich in seinem voluminösen Werk von allen "Einsteiger"- und "Umsteiger"-Büchern klar ab, denn seine Zielgruppe sind erkennbar die Profis, die sich vor Zeilencode und Arbeiten in Terminal und Konsole nicht scheuen, sondern diese wie selbstverständlich benötigen.

Ansonsten obligate Einführungen in von Apple mitgelieferte Anwenderprogramme wie Mail oder Safari sucht man hier freilich vergeblich. Surendorf setzt voraus, dass man sich mit den "gewöhnlichen" Anwendungen in Leopard bereits auskennt und nun wissen will, was sich in den Tiefen dieser Programme bzw. des Systems verbirgt, wie man selbst Tools - etwa Widgets - oder Scripts programmiert und auch die kryptischsten Dateien und Konsolenmeldungen versteht respektive selbst bearbeitet.

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