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Buchrezension: Digitales Filmen - verständlich erklärt

14.02.2005 | 13:32 Uhr |

iMovie erleichtert den Schnitt - Wie Einsteiger auch Buch, Regie und Kamera beim digitalen Videofilmen in den Griff bekommt, vermittelt das Gallileo-Buch.

Wie die digitale Fotografie hat auch das digitale Video längst das Lager der Hobbyanwender erreicht; iMovie und Konsorten richten sich genau an diese Anwenderschaft. Mit einer DV-Cam bewaffnet lässt sich unkompliziert filmen und das bereits digitale Material landet ebenso unkompliziert zum Schneiden und Editieren auf der Festplatte des Computers.

Wären da nicht die Inhalte, die einem mitunter Sehen und Hören vergehen lassen können. Das Buch "Digitales Filmen - verständlich erklärt" aus der Einsteigerreihe von Galileo widmet sich in der Hauptsache den Aspekten der Digitalfilmerei vor der Bearbeitung am Computer. Und eine Auseinandersetzung mit diesem Stoff empfiehlt sich jedem aus dem Amateur- und semiprofessionellen Bereich, der halbwegs ansprechende und hoffentlich kurzweilige Filme produzieren will. Das von dem Filmprofi Fridhelm Büchele geschriebene Buch führt durch die wesentlichen Aspekte von Planung, der richtigen Ausrüstung, Bild- und Tonsprache, dem richtigen Ins-Licht-Setzen bis hin zu Schnitt und Nachbearbeitung.

Das Ganze ist für jeden verständlich gehalten und bietet auch für Cineasten und gestandene Filmer noch manche Informationen und Anregungen. Büchele weist auf viele mögliche Fehlerquellen wie Achssprünge oder Anschlussfehler hin, das ist eine der Stärken des Buchs. Und immer wieder: Weniger ist mehr! Nicht umsonst bemüht der Autor dazu Beispiele aus Werbespots. Ebenso notorisch drängt er auf Analyse und Planung vor der Aufnahme. Und das empfiehlt sich ausdrücklich auch für private Familienfilmerei.

Eine Hochzeit beispielsweise findet eben nur einmal statt (in der Konstellation, versteht sich), Filmaufnahmen dazu sind recht einfach planbar, "Trauring tauschen, die zweite" eher nicht. Mit manchen Ausflügen in die professionellere Filmwelt wird allerdings schnell klar, das hier die Kapazitäten des in zweiter, aktualisierter Auflage erschienenen 278-Seiten-Buchs nicht ausreichen. Drehbuch, Storyboard und gekonnte Filmmontage etwa brauchen eben einen breiteren Raum, um sinnvoll vermittelt zu werden. Das Praxiskapitel am Ende des Buchs kommt dabei dann doch etwas zu kurz. Gleich vier Projekte (Opener, Imagevideo, Dokumentation und Schulungsmedium) müssen auf nur 35 Seiten abgehandelt werden. So eignet sich "Digitales Filmen" neben der Vermittlung von Grundprinzipien bei Aufnahme, Schnitt und Nachbearbeitung auch als Anreiz zu weiterer, vertiefender Literatur - siehe Klappentext des Buchs mit Empfehlungen des Autoren.

Info: Digitales Filmen verständlich erklärt - Einfach gute Videofilme drehen und nachbearbeiten, von Fridhelm Büchele, Galileo Press, ISBN 3-89842-652-1, 278 Seiten, 8 Seiten Farbteil, 22 Euro

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