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Studie: Deutsche sind konservative Mediennutzer

07.01.2009 | 14:30 Uhr |

Laut einer Studie sind die Deutschen bei der Mediennutzung im internationalen Vergleich konservativ. Internet und Unterhaltungselektronik hat hier einen geringeren Stellenwert als in anderen Ländern.

Laut einer aktuellen Studie sind die Deutschen besonders konservativ im Umgang mit neuen Medien. Im Vergleich mit den USA, Großbritannien, Japan und Brasilien verbringen Deutsche am wenigsten Zeit mit Medien. Auch die Dichte an Unterhaltungselektronik in den Haushalten soll in Deutschland am geringsten sein. Deutsche sähen den technologischen Fortschritt pragmatisch, verhalten sich laut der Studie jedoch zurückhaltend.

Trends und Entwicklungen auf dem Medienmarkt gegenüber sind Deutsche eher wenig aufgeschlossen, so die Studie. Mit durchschnittlich 63 Stunden pro Woche sei ihr Medienkonsum zudem der niedrigste in der Untersuchung. Die Studie besagt auch, dass die Deutschen der Werbung gegenüber besonders kritisch eingestellt seien. Technikfeindlich ist Deutschland jedoch nicht: 38 Prozent der Befragten nutze die aktuellen technischen Möglichkeiten, um sich ihr eigenes Unterhaltungsprogramm aus Musik, Fotos und Videos zusammenzustellen.

Deutsche lesen mehr Bücher und Zeitung

Bei den klassischen Medien liegen deutsche Nutzer hingegen weit vorne: Bücher, klassisches Radio und konvetionelles TV werden in Deutschland stärker genutzt als anderswo. Die Gesellschaft ist laut der Studie medial gespalten. Kriterium sei hier das Alter: Während 12-25-Jährige das Internet als soziales Medium nutze und nur wenig fern sehe, gehören die Älteren ab 43 zur "Papiergeneration", die Zeitung lese und das Internet nur wenig nutze. Die mittlere Gruppe hingegen zeigt ein gemischtes Verhalten.

Die Studie "The State of Media Democracy" wird von den Wirtschaftprüfern von Deloitte herausgegeben. 8.800 Verbraucher wurden in den fünf Ländern befragt, davon über 1.800 in Deutschland.

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