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Bugs und Macken: Was an Lion nervt

16.08.2011 | 16:19 Uhr |

10.7 Lion bringt neue Funktionen und eine neue Oberfläche. Wie bei jedem neuen System gibt es aber auch Fehler und neue Eigenheiten, die nicht jedem gefallen. Wir haben sie gesammelt.

Mission Control Macbook Air
Vergrößern Mission Control Macbook Air
© Apple

Der Umstieg auf Lion ist geschafft, mit 10.7 holen wir uns den König der Tiere auf den Rechner. Aber ist OS X Lion auch der König der Betriebssysteme? Die Feldtests in der Macwelt-Redaktion nach der Installation zeigen ein gemischtes Bild. Zwar gibt es vergleichsweise wenige Fehler und dennoch bleiben einige Macken, die für Fehlfunktionen sorgen.

Wer mit seinem Mac produktiv arbeitet und für seinen Lebensunterhalt darauf angewiesen ist, der sollte noch mit dem Wechsel zu Lion abwarten. Gerade bei dem Kreativ-Werkzeug Creative Suite von Adobe in den unterschiedlichen Versionen gibt es in der Redaktion vereinzelte Probleme. Auch externe Hardware oder spezielle Erweiterungskarten macht teils Probleme, wenn sie eigene Treiber vom Hersteller benötigen. Hier sollte man warten, bis der Hersteller der fraglichen Geräte grünes Licht gibt.

Zudem hat Apple einige gewohnte Einrichtungen von OS X geändert. Mit dem "natürlichen Scrollen" hat Apple eine banale aber ständig gebrauchte Funktion auf den Kopf gestellt. Daran kann man sich zwar schnell gewöhnen, in anderen Programmen wie VLC oder MPlayer hat die Umstellung aber zunächst zur Folge, dass die Gestensteuerung auch dort auf links gedreht wird. Vorspulen per Geste spult zurück, leiser stellen erhöht die Lautstärke. Ein paar Klicks in den Systemeinstellungen kehren das Scrollen wieder in die gewohnte Richtung zurück. Nach entsprechenden Updates spulen die Programme aber wieder richtig herum. Unser Leser haben in einer Umfrage gezeigt, dass sie mit dem neuen Scollverhalten noch nicht warm geworden sind.

Auch andere Gewohnheiten sind unter Lion hinfällig. Eine DVD oder auch nur einen Installations-Stick gibt es nicht mehr. Stattdessen gibt es Lion nur noch als Download aus dem Mac App Store. Wer eine DVD möchte, muss sie sich mit einem Trick selbst erstellen. Später will Apple einen Installationsstick anbieten, dieser wird allerdings 59 Euro kosten.

Erstes Fazit

Es sind eher kleinere Macken, die bei unseren Tests und im Alltag auffallen. Insgesamt ist Lion bereits sehr brauchbar im Alltag, Bildschirmprofis sollten lieber noch warten. An der mess- und spürbaren Leistung des Systems hat sich kaum etwas geändert. Einige Anwender berichten zwar davon, dass sich Lion bei ihnen langsamer anfühle oder die Lüfter häufiger zu hören seien, objektiv bestätigen lässt sich dies aber nicht.

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