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Build für Build: Mac OS X 10.5 reift heran

22.01.2007 | 13:00 Uhr |

Sobald Apple einen neuen Leopard-Build an die Entwickler der Developer Connection (ADC) verteilt, steht die Mac-Presse Kopf: Selbst die unerhörte Neuigkeit, dass das Terminal nun Tabs beherrscht, verbreitet sich in Windeseile durchs Netz - später werden nur wenige solch ein Feature auch nur zu Gesicht bekommen. Das Interesse an der Server-Version von Mac OS X 10.5 allerdings ist meist schwächer, dabei arbeiten die Entwickler in Cupertino an dieser Front mit nicht weniger Nachdruck - das zeigt auch der neue Build 9A344.

Letzte Woche erreichte die Entwickler der ADC eine neue Vorversion von Mac OS X 10.5 Server, die sie nun - zur Geheimhaltung verpflichtet - während der nächsten Wochen testen sollen. Das Schweigen der Tester allerdings ist mehr silbern als golden: Bislang ist noch jedes neue Feature an die Öffentlichkeit gelangt. Deshalb erfährt man von den großen Neuerungen, die Steve Jobs auf der WWDC angekündigt hat, wohl auch noch immer nichts - Apple scheint sie ausschließlich intern zu testen und der Campus am Infinite Loop hält wie üblich dicht. Leopard Server kann im aktuellen Build 9A344 vor allem von Verbesserungen profitieren, die laut ersten Berichten im Umfang über aktuelle Updates für die Client-Version hinausgehen: Netzwerk-Administratoren können jetzt eine oder mehrere Gruppen in einer Open Directory-Domain anmelden, ohne dass sie dabei die Liste der Anwender verändern müssen. Außerdem hat das Server-Dienstprogramm eine neue Oberfläche erhalten, aus der heraus sich jetzt auch Kalender und VPNs administrieren lassen. Administratoren-Ebenen lassen sich hierarchisch gliedern, so kann man einzelnen Clients nur partielle Administratorenrechte zuweisen. Und auch die Portable Home Directories, die QuickTime Streaming-Dienste und Xgrid liegen überarbeitet vor. Das Ende der Leoapard-Enwticklung allerdings sei noch nicht greifbar, schreibt AppleInsider : Die aktuelle Version zeige zwar deutliche Fortschritte, sei von einem finalen Release aber auch noch weit entfernt. Sowohl die Fernsteuerungssoftware Remote Desktop als auch grundlegende Funktionen wie die FTP-Unterstützung seien im Alltag noch nicht zu gebrauchen. Noch ist Leopard nicht fertig, zu umfangreich scheint die Arbeit, die Apple sich für die nächste Version seines Betriebssystems vorgenommen hat. Denn auch für die neue Version seiner Entwicklungsumgebung hat sich der Hersteller einiges vorgenommen. Von Xcode 3.0 hat er gerade eine neue Preview an die Entwickler verteilt, die sich gegenüber der letzten Beta deutlich verbessert haben soll, so die Stimmen erster Tester. Gearbeitet habe Apple insbesondere an der Indizierung, der Suchfunktion und am Anlegen von Snapshots. Der Quellcode-Manager läge in einer neuen Version vor. Mac OS X wird für das zweite Quartal 2007 erwartet.

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