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Bund will Urheberrechte im Online-Zeitalter besser schützen

17.10.2000 | 00:00 Uhr |

Die Bundesregierung will die Urheberrechte von
Verlagen und Einzelautoren im Online-Zeitalter wirksamer schützen.
Eine entsprechender Expertenvorschlag für einen Gesetzentwurf liege
ihr vor, sagte Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) am
Montag in Mainz beim Jahreskongress des Bundesverbandes Deutscher
Zeitschriftenverleger (BDZV). Darin sollten nicht nur die Verlage vor
einer unkontrollierten Verwertung ihrer Produkte im Internet
geschützt, sondern auch den Autoren eine angemessene Vergütung
garantiert werden. Bei Festangestellten sei dies der Fall, es gebe
aber noch «weiße Flecken» bei freien Mitarbeitern.

Däubler-Gmelin sicherte den Verlagen Gespräche und «vernünftige
Ergebnisse» in dieser Frage zu. Der BDZV lehnt Änderungen im
Urhebervertragsrecht ab. Dem Gesetzesvorschlag zufolge soll der
Anspruch auf ein «angemessenes» Honorar für Autoren rechtlich
verankert und damit auch vor Gericht überprüfbar werden. Die Verleger
befürchten hohe Rückstellungen und sehen die Planungssicherheit für
die Zeitungen in Gefahr. Die Expertenstudien basierten auf überholten
Zahlen und stellten einen nationalen Alleingang Deutschlands in
Europa dar, sagte BDZV-Präsident Helmut Heinen.
dpa

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