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Bundesgesetz für Killswitch vorgeschlagen

17.02.2014 | 08:02 Uhr |

Der kalifornische Gesetzesentwurf zum Schutz vor Smartphone-Diebstählen soll in den USA bei der Einführung gleich auf alle Staaten ausgeweitet werden.

Der Druck, US-weit eine Killswitch-Pflicht für neue mobile Geräte einzubauen, nimmt zu. Nach Kalifornien hat jetzt ein Amz Klobuchar, eine Senatorin in Minnesota, einen Gesetzesentwurf dafür eingereicht. Mit dem "Smartphone-Schutz-Gesetz" sollen künftig Smartphones , Tablets und alle persönlichen Gadgets, über die Datendienste erreicht werden können, abgedeckt werden. Mit dem eingebauten Killswitch sollen die Besitzer per Fernzugriff alle Daten löschen und jede Nutzung, Reset oder Umprogrammierung des Geräts an allen Netzwerken weltweit verhindern können. Nur mit einem Passwort oder Code des Besitzers soll das Gerät wieder reaktivierbar sein. Der Gesetzesentwurf fordert außerdem, dass diese Funktionalität gratis sein muss. Der Killswitch soll ab dem 1. Januar 2015 in alle in die USA importierten oder dort hergestellten mobilen Geräte eingebaut sein. Ausnahmen hierzu sind lediglich elementare Handys, die nur die Telefon-Sprachfunktion bieten.

Der Gesetzesentwurf wurde beim Einreichen bereits von weiteren Demokraten in Hawaii, Connecticut und Maryland unterstützt. Smartphone-Diebstähle sind weltweit rasant angestiegen. In Los Angeles und New York zielen derzeit bereits mehr als die Hälfte aller Straßenüberfälle auf Raub eines Tablets oder Smartphones ; in San Francisco liegt der Anteil bei zwei Drittel und in Oakland soll die Quote sogar noch höher liegen. Bei etlichen Überfällen werden zur Einschüchterung Gewalt und Waffen eingesetzt und es gab Tote. Die Gesetzeshüter fordern, dass die Regierung eingreifen soll um das Problem zu lösen. Die meisten Netzwerkbetreiber jedoch bevorzugen den Ansatz der Interessengruppe für drahtlose Kommunikation CTIA , die auf Marktregulierung setzt und offiziellen Gesetze zur Zwangs-Einführung der Killswitch-Technologie sehen will.

Die Ausnahme ist lediglich Verizon, die eine gesetzliche Regelung zwar für unnötig hält, aber dennoch die Interessengruppe hinter dem kalifornischen Gesetzesentwurf unterstützt. Klobuchar lobt, dass Apple bereits in iOS 7 eine Sperrfunktionalität eingebaut hat. Falls das Gesetz gültig wird, muss Apple lediglich eine Voreinstellung ändern: Derzeit ist die Sperrfunktion Activation Lock von Werk aus abgeschaltet. Laut dem Gesetzesentwurf muss die Funktionalität aber ab Werk eingeschaltet sein.

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